Aufsatz 
Die Mnemonik und Stenographie als Mittel zur leichteren und sicheren Bewältigung des Unterrichtsmaterials in Real- und Höheren Bürgerschulen
Entstehung
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3) Unſere Bibliothek und Sammlungen erhielten in dieſem Schuljahr nur einen kleinen Zuwachs, da ein großer Theil der durch das beſondere Wohlwollen des Herrn Kreisrath Schmidt für unſere Anſtalt bewilligten Gelder zur Bezahlung des im vorigen Jahre Angeſchafften verwendet werden mußte. Dage⸗ gen hat die Anſtalt gegründete Hoffnung, ein Zimmer zur Auf⸗ ſtellung ſämmtlicher Sammlungen ꝛc., welches ſchon gelegentlich der Viſitation als Bedürfniß erkannt worden war, nebſt einem kleinen Laboratorium in dem Seitengebäude des Schullocals noch im Laufe des Frühjahrs hergeſtellt zu dekommen. Ueverhaupt iſt unſere Anſtalt Gr. Kreis⸗Schulkommiſſion, ſowie Großherzogl. Bürgermeiſteramt zu hohem Danke verpflichtet für die auch in dieſem Jahre ebenſo kräftige, wie wohlwollende Wahrung und Befördeeung ihrer Intereſſe.

4) Eine Zuſchrift Gr. O. St. D. d. d. 29. October 1855, bei allgemeinen Vorſchriften üͤber die Formalien und die Cour⸗ toiſie, welche die den Civilminiſterien untergeordneten Behörden die Berichterſtattung zu beobachten und anzuwenden haben, be⸗ treffend.

5) Unſeres vorjährigen Programms geſchah in Nro. 60 der Allgemeinen Schulzeitung von Profeſſor Dr. K. Wagner in ausführlicher Weiſe Erwähnung. Dort heißt es unter An⸗ derm:Daburch, daß beide freundſchaftlich zuſammenwirkende Lehrer ihre Schüler an eine mehr wiſſenſchaftliche Auffaſſung zu gewöhnen ſuchten, als es in der Volksſchule am Orte iſt, haben ſie ſicher ihrem doppelten Schulzweck, Abſchluß der Schul⸗ bildung und Vorbereitung zu weiteren Studien am beſten ge⸗ dient, und die Stadt Oppenheim hat alle Urſache, ſich ihrer Anſtalt zu freuen und ihr fortwährend ehrende Anerkennung und förderliche Theilnahme entgegen zu bringen.

VI. Bahl der Schüler*).

Die mit einem* bezeichneten Schüler ſind während des Schuljahres ausgetreten. Der Heimathsort iſt nur bei den Schülern angegeben, die nicht aus Oppenheim ſind.

*) Hier iſt der eigenthümliche Zufall zu berückſichtigen, daß ſämmtliche, hie⸗ ſige Beamten, ſowie der größte Theil der Honoratioren, die ſonſt minde⸗ ſtens ein Contingent von 20 bis 25 Schülern liefern würden, theils gar keine, theils nicht ſchulpflichtige Kinder haben.