— 60—
Schlussbemerkungen.
Vorstehendes Verzeichnis ist in der folgenden Tabelle übersichtlich zusammengefasst, in der je die erste Ziffer dio Anzahl der Studierenden überhaupt, die eingeklammerte zweite dagegèn die Zahl anzeigt, die sich nach Abrechnung der an anderen Hochschulen bereits Immatrikulierten ergiebt. 3 Studierende haben je drei, 29 je zwei Universitäten besucht, darunter 11 Heidelberg und Tübingen, 5 Heidelberg und Leipzig.
Bis 1421 143101441 1451 1461 147111481 149115011511 1521 1531 1541 1551,156111571 2 Universitäten—————-———— V———— sammen. 1420 1430 1110145071460,147014801490,1500 15101520 1530 15401550156015701650 Bologna. 4————-————(0——(¹)——— 6064) [Padua.——————————————— 1 1 Wien. 1——— 1———————————— 2 —. 12 11 12 12 19 20 21 12 207 elerg. 10. Heidelbers. 7.6) 10(11)(b) ¹2 do) i) 16 13 15) 46) 9 19) 20) 7(9)(290) Köln.————-——- 12 4—-- 1—-——— 8 Erfurt.- 2 1 5 2- 2 1 1—- 4—(1)——-- 2 2120) [Leipzig.— 362) 968)-- 4 7 5 3 8 1—-—— 41 3) [Freiburg.——————(1)——— 2— 2 4(1) 2 2 140¹2) Ingolstadt.—————— 1—-————— 1—— V 2 Tübingen.—————[— 2 2 1(463) 1 2(1) 1 1 763) 32) 9)64,5) Iwittenberz.=—-—-----— 20) [Frankfurt a. o.—————————(2) 605) 1———— 1 1007) Zusammen 12 15 22 16 15 10 23 27. 8(6) 16 26 30 12 58 378 (11¹)(14)(20)(15)(20)(23)(19)(35)(15)(2 ¼)(24)(11) 6(343) b inmo 1771— 1525 1521.1575 78(74) 138(124) 92(80)
Die ansehnliche Schar Studenten, die Wimpfen zu den Ilochschulen entsendet hat, liefert den besten Beleg dafür, wie tief der Bildungsdrang in der Reichsstadt empfunden wurde. Die Gründe für die grosse Beteiligung an den gelehrten Studien sind ferner in der Tüchtigkeit und dem Wohlstand der Bürger zu suchen. Sodann finden auf unser Wimpfen die Worte Janssens¹) Anwendung:„Dass die kirchlichen Anstalten die Universi- tätsstudien förderten, lässt sich aus der verhältnismässig grossen Zahl der Studierenden aus denjenigen Städten, welche Sitze von Stiften und Klöstern waren, im Vergleich zu andern Städten entnehmen.“ Aber neben der Stifts- und der Klosterschule bestand jeden- falls schon um 1500, wenn auch bis jetzt noch nicht urkundlich bezeugt, eine städtische Lateinschule. Konnte doch am Ausgang des 15. Jahrhunderts der weitgereiste Ulmer Dominikaner Felix Fabri(† 1502) schreiben:„Universitatum iam sunt plurimae nostro aevo institutae, in quibus nutriuntur theologi, jnristae, legistae, rhetores et oratores nec est villa, quae careat magistro vel baccalario. ¹²)
Über die auffallend geringe Zahl Studierender in den Jahren 1521— 1530 vergl. (Publikationen aus den Kgl. preussischen Staatsarchiven. 32. 36. und 49. Bd.)
1. Vergl. VII, 30, X, 1.— 2. Vergl. VII, 31.— 3. Vergl. VI, 16.— 5. Ein Hans Keidelbecker ist zwischen 1500— 1552 Bürgermeister. Frohnh. 213.— 6. Vergl. IV, 125.— 10. Vergl. IV, 201, X. 26.
¹) Janssen, Geschichte des deutschen Volkes. Freiburg 1896. 1. Bd., 16. Aufl., S. 90.— ²) Stälin, Wirtembergische Geschichte. Stuttgart 1856. 3. Bd. S. 769.


