Aufsatz 
Die Antikensammlungen des Großherzoglichen Museums in Darmstadt / Ludwig Buchhold
Entstehung
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Die Altäre. 28

nische, dem Eingang gegenüber, durchbrochen wird. Dieses hat am Architrav Verzierung durch eckige und runde Felder, am Gesims Blattornament und Konsolen. Darüber ruht ein oberes Geschoß mit 14 rechteckigen Nischen, die von korin- thischen Pilastern eingerahmt waren. So ist es auf der linken Seite des Modells dargestellt.«Im Jahre 1774 wurde durch den Architekten Paolo Posi die alte Bekleidung der inneren Attika von Verde antiko(schwärzlich-grünem Porphyr mit hellen und dunkeln Flecken) durch eine Stuccatur mit Wasser- farben ersetzt. Diese noch heute vorhandene Bekleidung ist auf der rechten Hälfte des Modells dargestellt.

Das Kuppelgewölbe. Die halbkugelförmige Kuppel wird durch einen massigen Außenbau gestützt, der bis zu einem Drittel der Kuppelhöhe senkrecht in die Höhe steigt, dann in 7 Stufen dem Gewölbe sich nähert und schließlich selbst Gewölbeform annimmt. Im Innern ist«die Kuppel durch fünf Reihen von Kassetten gegliedert, deren broncener Zierrat, einfassende Glieder und Rosetten, wahrscheinlich für den Altar der Peterskirche eingeschmolzen wurde. Eine kreis- förmige, 9m im Durchmesser haltende Kuppelöffmung, deren broncene Ringeinfassung noch vorhanden ist, giebt dem Raum eine schöne und einheitliche Beleuchtung.(Strack.)«Ein bedeutsamerer und schönerer Lichtzutritt kann nicht gedacht werden. Die gleichmäßige Beleuchtung des ungeheueren Raumes, die regelmäßig wiederkehrenden Schatten aller symmetrischen Teile, wie sie nur ein einziges Oberlicht erzeugen kann, bringen in den Wunderbau die so hohe, wahrhaft majestätische Ruhe.»

Adamy I, 4, Abb. 65, 66, 67, 68. Baum. D. 293, 294. Bunsen III, 3, 339 ff. Burckh. I, 16 ff. Durm II, 184, 301, Fig. 159, 160, 161. Can. II, Taf. 67, 68, 70, 71, 74, 74 A. im Zusammenhang mit den Thermen des Agrippa IV, Taf. 197, 198, 199. Guhl-K. 511 513. Gsell-F. 414 424. Montf. Ant. expl. III, p. 54. Pir Le ant. R. I, Taf. 14, 15. Strack p. 5 ff., Taf. 3, 4, 5, 6.

3. Die Altäre.

Der Altar ist dazu bestimmt, das der Gottheit dargebrachte Opfer aufzunehmen; deshalb ist eine Erhöhung vom Erdboden einzige wesent- liche Voraussetzung. Dazu stimmt auch die Etymologie von Bαν vom Stamm Bo- aus Ba-opôs entstanden und ara vom Stamm ar- zusammenhängend mit ào- in*ςι; beides bedeutet etwa Gestell». Material, Form und Größe sind unwesentlich. Einige Rasenstücke genügen: Hor. Od. I, 19, 13, III, 8, 4. Verg. Aen. XII, 118. Gegen- stück: der Riesenaltar des Zeus zu Pergamum, der in der Form