Aufsatz 
De Steineri revolutarum areis
Entstehung
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Ueber den frühern Lebens- und Studiengang des Oberlehrers Joseph Anton Hillebrand(geb. den 29. März 1833 zu Limburg a./L.) ist im Programm des Gym- nasiums zu Wiesbaden vom Jahre 1857 eine Uebersicht enthalten. Das Weitere folgt hier nach den eigenen Mittheilungen desselben. Dem genannten Gymnasium war er zur Abhaltung des vorschriftsmässig zweijährigen Probecursus zu Ostern 1856 zugewiesen worden. Nachdem ihm auf sein Ansuchen von der Herzogl. Nass. Landesregierung unter dem 2. Mai 1857 das zweite Jahr des Probecursus erlassen war, begab er sich nach Wien und betheiligte sich noch eine Zeit lang an den von dem damaligen Professor Dr. Bonitz geleiteten Seminarübungen, bewarb sich aber inzwischen um eine Anstellung im Schul- fache und wurde unter dem 26. Juli 1857 zumSupplenten am k. k. Staatsgymnasium zu Hermannstadt in Siebenbürgen ernannt, wo er auch, nachdem er in Wien das Staats- examen bestanden, unter dem 11. October 1860 die Stelle eines wirklichen Lehrers er- hielt. Auf seinen der Herzogl. Nass. Landesregierung ausgesprochenen Wunsch, in die Heimat zurückzukehren, wurde er unter dem 30. Mai 1862 an das Gymnasium zu Ha- damar berufen, aber im Herbste desselben Jahres, eche er in diese Stelle eingetreten war, als Collaborator an das Realgymnasium zu Wiesbaden versetzt. Nachdem er im Winter 1863/64 das zweite Nassauische Staatsexamen bestanden, wurde er unter dem 2. August 1864 zum Conrector an dem Gymnasium zu Weilburg ernannt. In dieser Stellung ver- blieb er bis zum Herbst 1875, wo ihm durch Verfügung der Königlichen Regierung zu Cassel vom 23. August das Amt eines Kreisschulinspectors für die katholischen Schulen der früheren Provinzen Nieder- und Oberhessen, sowie in den Kreisen Rinteln, Hersfeld, Hünfeld und Gersfeld mit dem Wohnsitz in Hünfeld commissarisch übertragen wurde. Da er indessen wieder ins Gymnasiallehramt zurückzutreten wünschte, so wurde er durch die hohen Behörden als Oberlehrer an das hiesige Gymnasium berufen.

Der Hilfslehrer Zülch, durch Rescript des Königlichen Provinzial-Schulceollegiums vom 4. August auf seinen Antrag aus seiner bisherigen Stellung am hiesigen Gymnasium entlassen, wird am Ende des gegenwärtigen Semesters aus dem Lehrercollegium scheiden, um in eine Lehrerstelle an der in der Entwickelung begriffenen höhern Bürgerschule zu Oberlahnstein einzutreten.

Es mögen hier noch einige bauliche Ausführungen Erwähnung finden, die durch das wohlwollende Entgegenkommen der hohen Behörden ermöglicht wurden. Im Laufe des letzten Winters wurden die im Sommer des vorigen Jahres in Angriff genom- menen Arbeiten zur Herstellung einer neuen Turnhalle zu Ende geführt. Dieselbe ist in zwei Räumen des im sogenannten äussern Schlosshofe gelegenen Speichers, die von der Domänen-Verwaltung mit Genehmigung des Herrn Finanzministers an die Unterrichtsver- waltung überwiesen waren, hergerichtet worden. Noch vor Schluss des Wintersemesters wurde die auf das Zweckmässigste eingerichtete und zugleich mit neuen Geräthen ausge- stattete geräumige Turnhalle von dem Königlichen Kreisbaumeister Herrn Spinn in Weil- burg der Anstalt zum Gebrauche übergeben.

So ist einem schon lange gefühlten Bedürfnisse abgeholfen; denn da der im Mittel- bau des Gymnasialgebäudes(Schlosses) gelegene Raum, der bisher für das Winterturnen benutzt wurde, bei seiner Beschränktheit nur wenige Geräthe fasste und keine freie Be- wegung gestattete, so konnte der grösste Theil der gewöhnlichen Turnübungen im Winter