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2) Engelhart Häuslein, aus Groß⸗Steinheim, 19 ½ Jahre alt, kathol. Confeſſion und geſonnen Medizin zu ſtudiren.
3) Peter Kraus, aus Büdesheim Kr. Bingen, 21 Jahre alt und geſonnen der kathol. Theologie ſich zu widmen.
4) Bernhard Mittermeyer, aus Bensheim, 20 Jahre alt, evang. Confeſſion, und will Jurisprudenz ſtudiren.
5) Chriſtoph Olf, aus Schwanheim, 21 ¼ Jahre alt, welcher evang. Theologie ſtudiren will.
6) Ludwig Repp, aus Darmſtadt, 20 Inhre alt, evang. Confeſſion, welcher zum Forſtfach zu gehen beabſichtigt.
7) Joh. Heinrich Schmidt, aus Siedelsbrunn, 18 Jahre alt, und gewillet das Studium der evang. Theologie zu betreiben.
8) Hermann Weigold, aus Auerbach, 20 Jahre alt, evang. Confeſſion, welcher Philoſophie zu ſtudiren geſonnen iſt.
IV. Chronik der Anſtalt.
An den Allerhöchſten Geburts⸗ und Namensfeſten Sr. Königlichen Hoheit (9. Juni und 25. Auguſt) wohnten Lehrer und Schüler dem feierlichen Gottesdienſt bei, welcher an dieſen hehren Tagen gehalten wurde.
Das Schnljahr wurde am zweiten Oktober 1865 mit Gottesdienſt und Vor⸗ leſung der Disciplinargeſetze für die Gymnaſien des Großherzogthums, ſowie mit Be⸗ kanntmachung des Lektionenplanes begonnen; und auf gleiche Weiſe wurde am 11. Mai 1866 das Sommerhalbjahr eröffnet.
Mit dem Anfang dieſes Schuljahrs trat der Gymnaſial⸗Lehramts⸗Aspirant Andreas Fritzmann aus Mariaborn in hieſiger Anſtalt ein; derſelbe wurde, da die Acceſſiſten Weyer und Weihrich ausgetreten, durch hohe Verfügung Großherzoglicher Oberſtudiendirektion vom 28. September 1865, zum proviſoriſchen Lehrer am hieſigen Gymnaſium ernannt.
Kaum hatte der Unterricht an unſerer Anſtalt ſeinen Anfang genommen, ſo fing Herr Direktor Schöller über Unwohlſein zu klagen an, welches von Tag zu Tag zunahm, ſo daß ſchon im Januar die beiden Collegen Dr. Geyer und Dr. Stoll beauftragt wurden, die Lehrſtunden zu übernehmen. In Folge deſſen ging die ſeither beſtandene Quinta ein. Am 30. März 1866 ſegnete Herr Schöller in einem Alter von 58 Jahren 2 Monaten und 3 Tagen das Zeitliche; derſelbe war nänlich ge⸗ boren zu Mainz den 27. Januar 1808; nachdem er in ſeiner Vaterſtadt die Gymna⸗


