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Der Frühlingsſpaziergang wurde am 8. Mai ge⸗ halten. Klaſſe I ging nach Mainz und Wiesbaden, II und III an das Felsmeer, IV nach Oberurſel, V auf die untere Schweinſteige, VI und VII nach Oberrad.
Die Pfingſtferien wurden wegen der in Mannheim abgehaltenen allgemeinen deutſchen Lehrerverſammlung bis zum Freitag 29. Mai Vormittag verlängert.
Während des Fürſtentages wurde Montag der 17. Auguſt der Schule freigegeben.
Zur fünfzigjährigen Gedächtnißfeier der Leipziger Schlacht wurde am 17. Oktober im feſtlich geſchmückten Prüfungsſaale vor den Schülern der I.— IV. Klaſſe vom Oberlehrer eine Rede gehalten, von den einzelnen Klaſſen wurden Lieder geſungen und von einzelnen Schülern Gedichte vorgetragen. Am 18. Oktober betheiligten ſich die meiſten Lehrer ſowie die Schüler der I.—IV. Kl. am Feſtzuge, einige auch am Geſang auf dem Roßmarkte.—
Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im Sommerhalbjahre gut: es verſäumten im Durchſchnitte 5 Procent. Im Winterhalbjahre dagegen litten viele Schü⸗ ler, namentlich der beiden unteren Klaſſen, an Kinderkrank⸗ heiten, beſonders Maſern. Die Verſäumniſſe erreichten im Winter durchſchnittlich faſt 9 Procent. Der ſchlimmſte Monat war der December, mit beinahe 17 Procent, und zwar in VI über 22, in VII gegen 30 Procent. Durch den Tod wurden der Schule zwei Kinder entriſſen: am 25. Mai ſtarb, nach längerem Leiden, Heinrich Röll, gegen 8 J. alt, am 6. November nach kurzer Krankheit Georg Jung, 12 J. alt. Möge Gott die trauernden Eltern tröſten!
Bei Verhinderungsfällen von Lehrern leiſteten, im Falle nicht Kollegen aushelfen konnten, die Herren Rüdinger und G. Wolf der Schule erwünſchte Hülfe.


