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dem erſten Kaiſerreiche folgen dann, mit kurzer Unterbrechung durch die„hundert Tage“, zwei Könige von Frankreich, ein König der Franzoſen, die zweite Republik, die neben der „Freiheit und Gleichheit“ noch die„Bruderlichkeit“ erſcheinen läßt; nach einiger Zeit zeigt ſich auf ihren Münzen der Name des Prüſidenten, und dann folgt endlich das zweite Kaiſerreich.
Die angeführten Beiſpiele ließen ſich natürlich noch viel⸗ fach vermehren; ich habe nur einzelne zum Erweiſe meiner Anſicht aufgeführt.
Sollte nun vielleicht auch dieſer Nutzen von Münz⸗ ſammlungen zugeſtanden werden, ſo könnte ſich immer noch die Einwendung erheben, daß den Knaben ja in der Regel keine Gelegenheit geboten ſei, mit ihren beſchränkten Mitteln ſolche geſchichtlich bedeutende Stücke zu erwerben, und die Frage, was für Münzen, die ihnen geſchichtliche Belehrung geben, ſie denn ſonſt ſammeln können.
Indem ich einſtweilen zugeſtehe, daß die meiſten der vorhin bezeichneten Münzen außer dem Bereiche der Anfänger liegen, will ich, zur Beantwortung der aufgeworfenen Frage, erzählen, aus welch beſcheidenen Anfängen eine jetzt beſtehende nicht unbedeutende Sammlung erwachſen iſt. Vor etwa fünfzig Jahren ſah ein ungefähr zehnjähriger Knabe eine braun⸗ ſchweigiſche Kupfermünze mit einem Pferdchen. Sie gefiel ihm und er durfte ſie behalten. Von jenem Tage an be⸗ trachtete er die Kupfermünzen, die in der Haushaltung vor⸗ kamen, und was ihm davon bemerkenswerth ſchien, tauſchte er ſich ein. Von Zeit zu Zeit ging er dann zu einem Krämer, unterſuchte deſſen Vorrath an Kupfergeld(denn höher gingen ſeine Wünſche noch nicht), tauſchte manches ein, und ſo vermehrte ſieh ſeine„Hellerſammlung“, wie er ſie nannte, zuſehends. Er legte auch ein Verzeichniß 75


