Aufsatz 
Aus der Geschichte der Selektenschule : der ältesten höheren Schule Frankfurts am Main / von Karl Breuer
Entstehung
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Vom Jahre 1808 bis zum Jahre 1827 war sie wieder im Dominikanerkloster, und zwar war sie von 1808 bis 1812 vereinigt mit dem im Jahre 1790 gleichfalls von dem Mainzer Kurfürsten und Erzbischof Friedrich Karl von Erthal gegründeten katholischen Gymnasium Fridericianum.

Im Jahre 1827 hezog sie den von dem Stadtbaumeister J. F. Christian Heß im Jahre 1826 erbauten Neubau im Schärfengäßchen, das heutige Kapuziner-Kloster.

1 Die ehemalige Selektenschule im Schärfengäßchen. 18271908.

Gegen den bisherigen Zustand in den unzulänglichen Räumen des Dominikanerklosters

bedeutete der lichte Neubau und seine Lage im Mittelpunkte der Stadt einen großen Fort- schritt für die Entwicklung der Schule.

Nur zu bald stellte sich jedoch heraus, daß das neue Haus für einen allen notwendigen Anforderungen entsprechenden Schulbetrieb der aufblühenden Anstalt viel zu klein angelegt war, obwohl der Leiter der Schule seine Dienstwohnung den Zwecken der Schule opferte. Doch blieb die Schule dort, bis neues Wachstum, sowie die gebieterischen Forderungen des Unterrichts und der Erziehung einer fortgeschrittenen Zeit die Beschaffung größerer und modernerer Lehrräume unumgänglich verlangten: bis zum Jahre 1908. In diesem Jahre siedelte sie in ihr schönes, größeres Gebäude in der Eisernen Hand 4 über, wo sie sich von 1919 bis 1925 zu einem Reform-Progymnasium mit englischem Ersatzunterricht entwickelt hat..

Aber auch dieser Bau genügt heute dem ständigen Wachstum der Schule nicht mehr: Infolge des Ausbaus von Gangnischen und Kellerräumen wurden vier weitere Lehrräume gewonnen; ferner haben soeben Magistrat und Stadtverordnete den Ausbau des geräumigen Dachgeschosses als Unterrichtsraum beschlossen, um der dringendsten Raumnot abzuhelfen. Weiterer Ausbau in mehr als einer Beziehung bleibt daher notwendiges Streben und Ziel.

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