das zu Fulda, und durch allerhöchſtes Reſcript vom 29. Juni der Hülfslehrer Dr. Wilhelm Gundlach von dem Gymnaſium zu Hanau in gleicher Eigenſchaft an das hieſige verſetzt. Der Letztere iſt am 17. November 1829 in Veckerhagen geboren; er beſuchte das Gymnaſium zu Marburg, ſtudierte vom Jahr 1848 an in Marburg Theologie und Philologie und, nachdem er das theologiſche Examen beſtanden, in Berlin Philologie. Im Sommer 1853 beſtand er die theoretiſche Prüfung für Bewer⸗ ber um ein Gymnaſiallehramt. Nachdem er darauf zu ſeiner weiteren Ausbildung im Winter 1853 München beſucht hatte, war er zuerſt als Hauslehrer in Berlin, dann als Lehrer und Erzieher an einem Privatgymnaſium zu Birkenruh bei Wen⸗ den in Livland, darauf als Inſpector der adeligen Penſion an der eſthländiſchen Ritter⸗ und Domſchule zu Reval thätig. Im Jahr 1858 trat er am Gymnaſium zu Hanau ſeinen Vorberei⸗ tungsdienſt an; bald darauf wurde er daſelbſt mit Verſehung einer Lehrerſtelle beauftragt und am 12. Auguſt 1863 zum Hülfslehrer ernannt. Sein Amt am hieſigen Gymnaſium trat er am 25. Juli an.
Das höchſterfreuliche Geburtsfeſt Seiner Königlichen Ho⸗ heit des Kurfürſten wurde in üblicher Weiſe unter der Theil⸗ nahme von Angehörigen der Schüler und Freunden der Anſtalt im großen Hörſaale des Gymnaſiums gefeiert. Die Feſtrede hielt GL. Kutſch.
Das Sommerſemeſter wurde am 20. September mit Ent⸗ laſſung der Abiturienten und Bekanntmachung der Verſetzungen geſchloſſen. Das Winterſemeſter nahm am 10. QOktober ſeinen Anfang.
Von Dr. Eyſell erſchien im Laufe des Jahres ein größeres Werk über Johanna d'Arc, genannt die Jungfrau von Orleans, welches, obwohl erſt ſeit Kurzem veröffentlicht, doch bereits viel⸗ fach die ehrendſte Anerkennung gefunden hat. Von Seiten des Kaiſers Napoleon iſt dem Verfaſſer zur Förderung und Ermu⸗


