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vorläufig ohne Rückſicht auf Alter und Entſtehung, ſondern nach ihrem Vorkommen auf der Oberfläche längs des Mains geordnet.
Dem bunten Sandſtein Frankens folgen bei Aſchaffen⸗ burg zu beiden Seiten des Fluſſes bedeutende Lager von Gneuß und Glimmerſchiefer. Schon von da lagern die mächtigen Kalkſchichten aus der Tertiärzeit, die das ganze Mainzer Becken erfüllen. Stellenweiſe treten baſaltartige Geſteine auf, wahrſcheinlich zuſammenhängend mit der gewal⸗ tigen Baſaltmaſſe des Vogelsberges, jedoch ohne merkliche Erhebungen oder Kegel zu bilden, alſo mindeſtens von den oberen Tertiärſchichten überlagert, welche letztere demnach dazu gedient haben, die durch vulkaniſche Erhebungen erzeugten Höhenunterſchiede auszugleichen.
Im Nordweſten ſchließt die belgiſch⸗rheiniſche Grau⸗ wacke mit einem ihrer unterſten Glieder, dem Taunus⸗ ſchiefer und den Quarziten desſelben, das Mainzer Becken ab, während ſüdlich die Granitmaſſen des Odenwaldes die Grenze bilden. In der Nähe dieſer beiden letzteren Gebirge erſcheinen Lagen von Rothtodtliegendem in der Ebene, ſogar am Ufer des Mains ſelbſt. Jenſeits des Rheins ſetzen ſich die Tertiärſchichten fort.
Als oberſte und jüngſte Schichten lagern faſt überall im Becken Diluvium und Alluvium, wohin der der Rhein⸗ und Mainebene eigenthümliche Löß(Lös) gehört, deſſen Hauptbeſtandtheil ein aus abgerundeten Sandſteinen und Quarzſtücken beſtehendes Flußgerölle iſt.
Betrachten wir nun die einzelnen Geſteine genauer und beginnen mit den älteſten.
Urgebirge. Von den ſogenannten Urgebirgen, die die älteſten Geſteine unſerer Erdkruſte ſind, und welche man jetzt zum


