Die geognoſtiſchen Verhältniſſe von Frankfurts AUmgegend.
Bei Baſel macht der Rhein eine Biegung von einem rechten Winkel und tritt dann in eine Thalebene, welche ziemlich die Form eines von Süden nach Norden langge⸗ ſtreckten Rechtecks hat und von den Vogeſen und der Hardt einerſeits, der ſchwäbiſchen Alp, Schwarzwald und Odenwald andererſeits eingeſchloſſen wird. Am Nordende dieſer Ebene nimmt der Rhein ſeinen bedeutendſten Nebenfluß, den Main, auf, der ein wenig oberhalb Mainz ſeine Gewäſſer in die des Rheins ergießt. Am Fichtelgebirge entſpringend, nimmt der Main ſeinen mittleren Lauf durch Franken und tritt bei Aſchaffenburg in ein breiteres Thal, das ſich allmählich zur Ebene ausdehnt und mit der Rheinebene zuſammenhängt. Man nennt dieſe Ebene das Mainzer Becken. Die Grenzen derſelben bilden der⸗Speſſart, Odenwald, die Pfälzer Gebirge, Taunus und Vogelsberg.
Die vereinigten Gewäſſer von Rhein und Main haben aus dieſer Ebene nur einen ganz ſchmalen, von Bergen ein⸗ geengten Ausfluß. Bei Mainz verändert ſich nämlich der bis dahin nördliche Lauf des Fluſſes in einen weſtlichen, da das Taunusgebirge hindernd in den Weg tritt, und ein Blick auf eine Gebirgskarte würde allein ſchon überzeugen können, daß bei Bingen ein gewaltſamer, wenn auch nicht plötzlicher Durchbruch der Gewäſſer durch das Gebirge ſtattgefunden
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