Aufsatz 
Prolegomena zu Schillers Dramen
Entstehung
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Franzöſiſch 4 Stunden w. Herr Dr. Boxberger. Aus dem 2. Curſus von Plötz' Grammatik wurden die Lectionen 50 70, alſo die Lehre vom Conjunctiv, die Syntax des Artikels, des Adjectivs und des Adverbs durchgenommen und die dazu gehörigen Beiſpiele mündlich, die deutſchen durchgängig auch ſchriftlich überſetzt. Alle 3 Wochen ein Exercitium. Aus Frau von Staöl's Werk de l'Allemagne wurde geleſen: Theil I., Cap. 13 20; Theil II., Cap. 1 11 und Cap. 25 29. Das Geleſene wurde zum Theil als Stoff zu mündlichen Uebungen im Gebrauch der franzöſiſchen Sprache benutzt.

Engliſch 3 Stunden w. Herr Oberlehrer Dr. Dittrich. Geleſen und mündlich repetirt wurden aus Washington Irving's Sketch-book die Erzählungen The legend of Sleepy Hollow und Rip van Winkle. Exercitien und Extemporalien mit Zugrunde⸗ legung ſelbſtſtändiger deutſcher Stücke und im Anſchluß an die Grammatik. In der letzteren wurden die Lehre vom Artikel, dem Subſtantiv, Adverb, den Präpoſitionen und Conjunktionen durchgenommen und dahin gehörige Uebungsbeiſpiele überſetzt. Eine Anzahl Gedichte von Byron, Longfellow u. A. ſind memorirt worden.

Zeichnen 2 Stunden w. Herr Kruspe. Der Aufnahme von Körpern zuſammengeſetzter Geſtalt und namentlich von größern Theilen edler Bauwerke gingen Vorträge über die einfachſten Sätze der Schatten⸗Conſtruktions⸗Lehre voraus. Im Winterſemeſter wurden die Aufnahmen als Feder⸗ und Tuſchzeichnungen weiter ausgeführt.

Unter-Secunda a. Ordinarius Herr Profeſſor Hellwig.

Evangeliſche Religionslehre 2 Stunden w. mit Unter-Secunda b. comb. Herr Diakonus Schmidt. Im Sommer: Geleſen und erklärt die Apoſtelgeſchichte. Im Winter: Kirchengeſchichte der erſten 6 Jahrhunderte.

Katholiſche Religionslehre mit der in Prima combinirt.

Geſchichte 2 Stunden w. Im Sommer Herr Dr. Neumann, im Winter Herr Dr. Hoffmann. Im Sommer die griechiſche, im Winter die römiſche Geſchichte.

Mineralogie 2 Stunden w. Herr Oberlehrer Dr. Schlapp. Lehre von den Kennzeichen der Mineralien, beſonders Grundzüge der Kryſtallographie. Die wichtigeren Mineralien betrachtet nach der Anordnung eines vorzüglich auf die chemiſchen Unterſchiede gegründeten Syſtemes.

Chemie 2 Stunden w. Herr Oberlehrer Dr. Schlapp. Beſchluß der einleitenden Verſuchsreihen und genauere Betrachtung des Sauerſtoffs, Waſſerſtoffs, Stickſtoffs und Phosphors und ihrer Verbindungen untereinander. Uebung in der Ausführung chemiſcher Rechnungen. Im letzten Jahresdrittheil führen die Schüler die Verſuche ſelbſt aus.

Phyſik 3 Stunden w. Der Direktor. Lehre von der Wärme und vom Licht mit elementar⸗mathematiſcher Begründung der wichtigſten Sätze. Einfache Aufgaben aus dieſen Theilen der Phyſik mathematiſch zu behandeln wird viel⸗ fach geübt.

Mathematik 5 Stunden w. Herr Profeſſor Hellwig. In 3 Stunden Planimetrie und Trigonometrie: Eigenſchaften der regelmäßigen Vielecke und Be⸗ rechnung des Kreiſes; die durch die Aehnlichkeitslehre begründeten Oerter; Uebungen im Auflöſen von Aufgaben aus dem Gebiet der Planimetrie durch Conſtruction und Rechnung; Anwendung der Formeln und Lehrſätze der ebenen Trigonometrie auf die Berechnung fehlender Stücke von Dreiecken.

In 2 Stunden Arithmetik: Auflöſung von Aufgaben, welche zu Gleichungen des erſten Grades mit mehreren Unbekannten, oder zu ſolchen des zweiten Grades mit einer oder zwei Unbekannten führen, und logarithmiſche Rechnungen(Exponentialgleichungen); Theorie der arithmetiſchen und geometriſchen Progreſſionen nebſt Anwendungen.