Aufsatz 
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Entstehung
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vom 3. Mai 1876 in Betreff des Eduard Otto von Blankenheim bestimmt wurde, dass das von demselben zu Ostern 1875 abgelegte Examen als rechtsgültig zu betrachten und ihm ein Abiturienten-Zeugniss zu ertheilen sei. Für die Folge aber ist daran festzuhalten, dass, wenn ein Primaner das Gymnasium verlässt und später an derselben Anstalt wieder aufgenommen wird, hinsichtlich der Berechnung des für die Zulassung zum Maturitätsexamen erforderlichen zweijährigen Besuches der Prima gerade so zu verfahren ist, als ob er von einem Gymnasium zu einem andern übergegangen wäre. Es darf also das Semester, in welchem er das Gymna- sium verlassen hat, ihm nicht angerechnet werden.

Auſgaben fur die schriftlichen Haturitätsprüfungen.

A. Herbstermin 1876.

1. Deutscher Aufsatz: Weshalb nennen wir Schiller den Lieblingsschriftsteller der Nation?

2. Lateinischer Aufs atz: Quibus causis factum est, ut ex bello Peloponnesiaco Lacedaemonii victores discederent?

3. Mathemathische Aufgaben: 1. Von einem Dreieck ist bekannt Seite a= 425,5 m, ein anliegender Winkel 8= 42⁰ 17˙ 43,64 und die Summe der beiden andern Seiten b+ c= 732 m. Es sollen die Winkel, der Radius des einbeschriebenen Kreises und der Inhalt berechnet werden. 2. Die, grösste Seitenlinie eines schiefen Kegels ist gleich 216,8 m., ihr Neigungswinkel zur Grundfläche gleich 32° 44 16, der Neigungswinkel der Axe zur Grundfläche ist doppelt so gross. Wie gross ist das Volumen? und wie gross ist der Mantel desjenigen geraden Kegels, welcher auf derselben Grundfläche stehend mit jenem gleiches Volumen hat. 3.(X y)?= 14 5(X y);= 34. 4. Von einem ausserhalb eines Kreises gegebenen Punkt aus eine Sekante so durch den Kreis zu ziehen, dass die Peri- pherie im Verhältniss von 1:4 getheilt wird.

B. Ostertermin 1877.

1. Deutscher Aufsatz. Welche politischen Verhältnisse beförderten die deutsche Reformation?

2. Lateinischer Aufsatz. Solon, Themistocles, Pericles potentiae ac gloriae Atheniensium auctores.

3. Mathematishe Aufgaben: 1. In ein reguläres Octoeder, dessen Kante gleich a ist, ist eine Kugel eingeschrieben. Wie gross ist das Volumen und die Oberfläche derselben? 2. Wie viel Kugeln befinden sich in einem dachförmigen Kugelhaufen, welcher in der untersten Schicht in der Längsseite m und an der Breitseiten Kugeln hat. m= 28; n= 10. 3. Fs sind zwei concentrische Kreise gegeben: es soll eine gemeinschaftliche Sehne so gezogen werden, dass die des äussern Kreises doppelt so gross als die des innerp sei. 4. Ein Kreis mit dem Radius r= 11, 25 m. ist gegeben und ausserhalb desselben ein Punkt, dessen Ent- fernung vom Mittelpunkt e= 15,56156 ist. Von dem Punkt aus ist eine Sekante durch den Kreis gezogen worden, deren äusserer Abschnitt doppelt so gross als der innere ist. In wel- chem Verhältniss wird die Peripherie durch die Sekante getheilt?