Aufsatz 
Beitrag zur Kenntniss der Fische der unteren Maingegend / von Oskar Böttger
Entstehung
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B. Schmelzschupper. Ganoidei.

a) Störe(Acipenserini).

37) Acipenser sturio L.(Stör). Verirrt sich gelegentlich in den Main. Einer der letzten, welcher der Senckenbergischen Sammlung ein- verleibt wurde, misst 6 Fuss und wurde um Pfingsten Mitte der dreissiger Jahre im Main gefangen. Wol der letzte aus hiesiger Gegend stammte aus dem Main bei Seligenstadt und wurde in Offenbach etwa Anfang der vierziger Jahre gezeigt.

C. Rundmäuler.

Cyclostomi.

a) Lampreten(Petromyzonini).

38) Petromyzon marinus L., Seelamprete(Lamprete). Im Main höchst selten. Hat wie alle Lampreten geringe Lokomotionsfähigkeit und kommt wahrscheinlich nur an Maifische oder Lachse angesaugt und sie anfressend bis in unsere Gegend.

39) Petromgzon fluviatilis L., Flussneunauge(Neunauge). Häufiger. Ich habe 4 Exemplare aus dem Main geschen; drei besitzt Herr Kretzer in Mühlheim, das stattlichste, von 455 Milimètres Länge, welches Ende Dezember 1867 gefangen wurde, befindet sich in der Sammlung des hiesigen Vereins für Naturkunde.

hei diesem Fische, wie bei allen Cyclostomen, fehlen die Otolithen änzlich. 5 40) PetromyYzon Planeri Bl.(kleines Neunauge). Ziemlich selten ausgewachsen, nicht selten in Larvenform als Querder(Ammocoetes) im Main und allen vom Main aus zugänglichen Wassern, selbst in ganz kleinen Gräben.

Aus dieser Aufzählung ergiebt sich, dass ich zu den 41 von Jäger (a. a. O.) angeführten Arten, von denen übrigens nach dem YVorgange Siebold's Cyprinus macrolepidotus Klein als synonym mit C. carpio L., Carassius gibélio Bl. als synonym mit C. vulgaris Nils., Idus orfus L. als synonym mit Id. melanotus Heck., sowie Ammocoetes branchialis Dum. als Jugendform von Petromyzon Planeri Bl. eingezogen und Cyprinus auratus L. als nur gezähmt vorkommend weggelassen wurden, noch vier weitere Arten hinzufügen konnte. Eine Art davon Alburnus bipunctatus L. hat Herr Dr. Noll (a. a. O. S. 11) dem Jägerschen Verzeichniss hinzugefügt, eine zweite Art Platessa flesus L. glaubte ich, weil sie in zwei Exemplaren aus dem untern Main erwähnt wird, dem Verzeichniss ebenfalls beifügen zu müssen.