Zu der vorliegenden Abhandlung habe ich die in den Archiven Oberlahnſteins und der umliegenden Orte vorhandenen Schriftſtücke benutzt, die mir überall mit größter Bereitwilligkeit zur Verfügung geſtellt wurden. Notizen über den Krieg finden ſich in denſelben nur ſporadiſch. Der Schultheiß und ſpätere Zollſchreiber von Oberlahnſtein, Friedrich Weinbach, trug ſich mit dem Gedanken, die Lahnſtein betreffenden wichtigen Dinge alljährlich aufzuſchreiben. Leider hat er dieſen Vorſatz nur wenige Jahre ausgeführt und iſt nicht bis zum dreißigjährigen Kriege gekommen. Die Angaben Weinbachs und einige Notizen aus der hier behandelten Zeit, wohl vom Schwiegerſohn Wein⸗ bachs, Johann Keſſelheim, die durch Zufall in ein Protokollbuch von jüngerem Datum eingeheftet ſind, habe ich kurz bezeichnet „Oberl. Chronikon“. Von den Staatsarchiven zu Coblenz, Würzburg und Wiesbaden wurde mir das bezügliche, für dieſen Zeitraum ſpärliche, Aktenmaterial in größter Freundlich⸗ keit zugänglich gemacht.— Herrn Archivrat Dr. Becker und insbeſondere Herrn Bürgermeiſter Reuſch danke ich noch für vielfache perſönliche Bemühung.— Der kleinen Arbeit gedenke ich demnächſt eine Fortſetzung folgen zu laſſen.
Dr. Bodemig.


