Aufsatz 
Urkunden-Regesten aus dem alten Bistritzer Archive : II. Teil: von 1491-1516 : Fortsetzung der vorjährigen Programmabhandlung
Entstehung
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der Augustsitzung des Presbyteriums vom Jahre 1893 angenommenen Lehrplan beginnt der- Unterricht im Chorgesang mit der II. Bürgerschulklasse und dauert 5 Jahre, also 2 Jahre über die unter normalen Verhältnissen vor sich gehende Absolvierung der Mädchenschule. Das Presbyterium und die Direktion geben sich der Hoſtnung hin, dass es bei der Wich- tigkeit, welche der Musikunterricht gerade für das weibliche Geschlecht hat und mit Rück- sicht darauf, dass den Eltern der Mädchen Gelegenheit geboten ist, ihre Kinder unent- geltlich der Vorteile eines so bedeutsamen Erziehungsmittels teilhaftig werden zu lassen, an dem nötigen Verständnis nicht fehlen dürfte und jene Schülerinnen, die nicht mehr schulpflichtig sind, diesen Unterrichtsgegenstand pünktlich besuchen werden

Hier sei auch erwähnt, dass das Turnen im Jahre 1893/94 ausgiebigerer Pflege sich erfreute, indem Lehrer Falk an freien Nachmittagen mit den höheren Klassen regel- mässige Spielstunden abhielt, welche den Schülerinnen anmutigen Zeitvertreib und Bewe- gung in frischer Lutt gewährten

Um im Winter den Schülerinnen ähnliche fördernde Zerstreuung zu bieten, stellte die Direktion an den Eissportverein das Ersuchen. an Samstag- und Dienstag-Nachmittagen armen Schülerinnen die unentgeltliche, anderen aber, deren Eltern nicht Mitglieder seien, die Benützung des Eisplatzes gegen eine Schleifgebühr von 5 kr zu gestatten. Dem Ersuchen- wurde wie schon im Jahre 1892 in dankenswerter Weise bereitwilligst entsprochen.

III. Die Lehrer.

Die Zusammensetzung des Lehrkörpers blieb dieselbe, da die am Gymnasium in- folge der Auflassung des Seminars in Aussicht stehende Entlastung einiger Gymnasial- Lehrer eine definitive Besetzung der akademischen Lehrstellen an der Mädchenschule nicht rätlich erscheinen liess.

Dankend sei hier erwähnt, dass die löbliche Gemeindevertretung in richtiger Wür digung der Notlage auch der Volksschullehrer die im Jahre 1893 bewilligte 10%-ige Teuerungszulage auch für 1894 bewilligte. Dem Direktor der Mädchenschule war eben- falls im Jahre 1893 schon eine Funktionszulage von 200 fl. zugesprochen worden.

IV. Verteilung der Lehrgegenstände.

A. Bürgerschule.

1. Weingärtner Carl., 2. Dr. Kisch Gustav, Direktor, Ordinarius in Klasse(III und IV) der Supplent der I. akad. Lehrstelle, Ordinarius in Klasse Bürgerschule, lehrte: II der Bürgerschule, Bibliothekar u. Schriſtführer der Deutsch in B.-Sch.-Kl.(III und IV) 3 St. Conferenz, lehrte: Rechnen und Geometrie» III 3 Deutsch in Bürgerschul.-Kl. II 4 St. Buchführung, Rechnen u. Geschichte und Geographie.. 4» Geometrie IV 3» Rechnen und Geometrie 3 Physik(III und IV) 2 Geschichte u. Geographie. III 3 Haushaltungskunde 2» Geschichte u. Geographie IVz Naturgeschichte 1 2» Magyarisch 3(III u IV) 3 Naturgeschichte». II 2 Religion. 2 Declamationsstunde(nicht obligat) III und IV) 1 Zusammen 22 Zusammen 18