Aufsatz 
Kritische und exegetische Bemerkungen zu Aristoteles' Politik
Entstehung
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digte erste Oberlehrer-Stelle, mit welcher Titel und Amt des Prorectors verbunden ist, von Ostern 1876 ab übertragen..

Am 4. März starb nach längerem Leiden der GLehrer August Römheld nach kaum vollendetem 29. Lebensjahr. Er war ein vielseitig gebildeter und sehr gewandter Lehrer, dem das Gymnasium während der kurzen Dauer seiner Wirksamkeit vielen Dank schuldig geworden ist. Ehre seinem Andenken.

Der hundertjährige Geburtstag der hochseligen Königin Louise wurde am 10 Mära durch einen Declamations- und Bedeact nebst Gesang gefeiert. Der Primaner Appel sprach über die Freiheitskriege, die Gedächtnissrede hielt Dr. Steiger.

Die Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde am 22. in herkömm- licher Weise begangen. Die Festrede hielt der Director.

Wie im vorigen, so ist auch in diesem Schuljahr das Gymuasium durch langwierige Er krankungen mehrerer seiner Leurer schwer heimgesucht worden. Im Sommer haben drei Oberlehrer ganz oder grösstentheile gefehlt, auch im Winter sind sehr empfindliche Versäum- nisse wegen Krankheit eingetreten.

Der Capitalfonds der Münscherstiftung beträgt dermalen 2787 Mark 38 Pfennig. Das Stipendium wurde den Primanern Erust Rohde und Ernst Kehr mit je 69 Mark verliehen.

Der t'onds zur Gründung eines neuen Freitisches hat sich durch die aufgewachsenen Zinsen und weiteren freiwilligen Gaben auf 482 M. 70 Pf. gesteigert.

Maturitätsprüfungen

wurden in dem verwichenen Schuljahr zwei abgehalten. Auf Grund der ersten, welche am 9. September unter dem Vorsitz des Königlichen Commissarius Hierrn Prov.-Schulraths Dr. Rumpel, stattfand, erhielten das Zeugniss der Reife und wurden am Schulschluss(2. Octo- ber) feierlich entlassen die Oberprimaner

1) Erust Sunkel, Sohn des verstorbenen Kaufmanns Carl Sunkel zu Hersafeld. Stu- dium: Jurisprudenz in Marburg. Die mündliche Prüfung wurde ihm erlassen.

2) Daniel Saul, Sohn des Pfarrers a. D. Saul zu Balhorn. Studium: Deutsche Sprache und Literatur in Marburg

3) Friedrich von Manikowsky, Sohn des Amtsgerichts-Secretars von Manikowsky , zu Hersfeld. Studium: Bauwisseunschaften in Berlin.

Das zweite, am 23. und 24. März unter Vorsitz des lerrn Prov.-Schulraths Dr. Rumpel abgehaltene Abiturienten-Examen bestanden folgende Oberprimaner, welche am Ende des Schaljahrs feierlich entlassen wurden:

1) Eduard Wende, Sohn des Pfarrers Wende zu Orpherode. Studium: Philologie in Marburg. Er hielt eine lateinische Abschiedsrede. Vom mündlichen Examen wurde er ent- bunden.