Aufsatz 
Glaziale Erscheinungen im Odenwald
Entstehung
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und durch nachfolgende Ausflüge gefeiert und ähnlich die Feier des Geburtsfestes Sr. Königl. Hoheit des Grossherzogs begangen. Mit der Feier des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers wurde die Feier der 150. Wiederkehr des Geburtstages von Mozart verbunden. Das Hoch auf den Kaiser brachte Herr Prof. Metz aus; das Leben und Wirken Mozarts schilderte der Unterprimaner Fölsing. Die zahlreich erschienenen Festgäste spendeten den Darbietungen freundlichen und reichen Beifall.

3. Gesundheitliches. Der Gesundheitszustand von Lehrern und Schülern war im all gemeinen günstig.

Die Ausflüge der einzelnen Klassen, darunter ein Tagesausflug am 27. Mai, wurden, soweit es die Witterung erlaubte, monatlich ausgeführt. Zum Eislauf konnte ausser den Turnstunden nur ein Nachmittag freigegeben werden. Wegen allzugrosser Hitze musste

der Unterricht am 31. Mai, 3. 5. 17. 21. 29. 30. Juni und 4. 10. August in der zulässigen Zeit ausgesetzt werden.

Spielstunden wurden auch in diesem Sommer auf dem Platze des Schlittschuhklubs, der uns durch die dankenswerte Vermittlung des Herrn Karl André wiederum zur Verfügung gestellt worden war, unter der Aufsicht des Herrn Reitz abgehalten. Die Beteiligung war wie im vorigen Jahre namentlich in der ersten Zeit recht erfreulich. Im Winter fanden unter derselben Aufsicht wöchentlich einmal Turnstunden in der Turn halle der Oberrealschule statt, die uns von deren Direktion bereitwillig überlassen wurde.

Die Gelegenheit zum Unterrichte im Fechten wurde in diesem Jahre von unsern Schülern gar nicht benutzt. Leider nahm auch die Beteiligung der Schüler an dem Ruderkursus ab, den die Rudergesellschaft Undine im vergangenen Jahre wiederum ver- anstaltete und der am 13. August in einem Wettrudern zwischen je einem Boote des Gymnasiums und der Oberrealschule seinen Abschluss fand. Der Wanderpreis fiel dieses Mal der Oberrealschule zu. Der Rudergesellschaft Undine sei für die bereitwillige Stellung der Boote und die uneigennützige Unterweisung der Schüler hiermit der verbindlichste

Dank ausgesprochen.

6. Gebäulichkeiten. Die Frage des Neubaus wurde insoweit gefördert, als die Baupläne entworfen wurden. Zu ihrer Besprechung wurde am 8. November in Darmstadt eine Sitzung abgehalten, an der die Herren Geh. Oberschulrat Nodnagel, Geh. Oberbaurat Klingelhöffer, Geh. Oberbaurat Prof. Hofmann und der Unterzeichnete teilnahmen. Als erste Baurate wurden 281000 Mark in den Hauptvoranschlag eingestellt und von den Kammern bewilligt.

7. Sammlung zur Geschichte von Offenbach. Im Juni 1905 richten wir in unserm jährlichen Rundschreiben an die Eltern unserer Schüler an diese die nachstehende Aufforderung:Durch die Trennung der Oberrealschule von dem Gymnasium istleine Neuordnung unserer Bibliothek notwendig geworden. Wir haben hierbei eine besondere Abteilung für Offen- bacher Geschichte eingerichtet in dem Bestreben, Karten, Bilder, Drucksachen aller Art(Bücher, Broschüren wie Einzelblätter) und handschriftliche Aufzeichnungen, die sich auf bemerkenswerte Vorkommnisse in Offenbach beziehen, zu sammeln und für eine historische Forschung nutzbar zu machen. Wir richten an alle Eltern die ergebene Bitte, uns solche Sachen, die in den Händen einzelner leicht verloren gehen oder in ihrer Vereinzelung einen besonderen Wert nicht haben, gütigst zuzuwenden. Wir sind sehr gerne bereit, diese Abteilung unserer Bibliothek den Eltern jederzeit zugänglich zu machen.