Aufsatz 
Beiträge zur Heimatkunde der Pfalz : 1. Teil. Schiller und die Pfalz / von Albert Becker
Entstehung
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Mit der vorliegenden Arbeit, die aus zwei Aufsätzen im Pfälzischen Museum XXIl(1905) Nr. 4 ff. hervorgegangen ist und eine Abhandlung H. Lehers über Schillers Beziehungen zu Bayern(Das Bayerland XVI(1905) Nr. 31 f.) ergänzt und berichtigt, hoffen wir eine Reihe von Beiträgen zur Heimatkunde der Pfalz einleiten zu können.

Wohl ist es schwer auf den gutbestellten Feldern der literatur- geschichtlichen Forschung noch da und dort ein weniger durch- furchtes Fleckchen zu finden; immerhin aber bleibt es für den Lokalhistoriker reizvoll und dankbar manches an sich belanglose Körnlein, das im Dunkel der Lokalgeschichte versteckt lag, auf gut Glück auszustreuen: erst so erhält, verbunden mit dem Großen, auch das Kleine einen höheren Wert. Wenn wir dabei vielleicht manchem etwas zu weit über unser Thema hinausgegangen zu sein scheinen, so schlingt doch wohl die Beziehung zu Schiller um alles, was wir bringen, ein einigendes Band; auch hoffen wir durch die Darbietung manch neuer Gabe von mehr als lokalem Interesse einem Vorwurf in jener Richtung zu entgehen.

Es ist uns eine angenehme Pflicht allen, die die bescheidene Arbeit gefördert, verbindlichst zu danken, besonders den Herrn K. K. Kämmerer Franz Grafen v. Beroldingen in Wien und Geh. Regierungsrat Universitätsprofessor Dr. H. Landolt in Berlin für die liebenswürdige Überlassung unveröffentlichten Materials zur Kenntnis des Speyerer Domherrn Joseph Anton Siegmund v. Beroldingen und der Familie Sophiens von La Roche.

Mögen denn auch diese Blätter dazu beitragen, daß der Zauber geweihter Stätten nie von dem erkältenden Hauch einer gegen solche Reize gleichgültigeren Nachwelt verweht werde, daß das Andenken an eine große Vergangenheit im lebenden Geschlechte nie erlösche!

Ludwigshafen a. Rh., 9. Mai 1907.