Aufsatz 
Über die Notwendigkeit und Möglichkeit der Errichtung eines neuen Gebäudes für das Gymnasium und die Realschule zu Worms
Entstehung
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alsdann zu unſrem Hauſe gefügt. Würde nun dasſelbe auf ſeinem jetzigen Grund⸗ riſſe reſtaurirt, ſo würden dadurch nur acht Säle gewonnen. Dieſe acht Säle würden mit den drei Häuſern, welche wir jetzt ſchon beſitzen, vielleicht nicht zuſammenhängen und das vierte Haus ſein in unſrem Häuſercomplex. Dieſe acht Säle würden nun nur diejenigen Räume darbieten, welche unſre Auſtalt nach ihrer jetzigen Ausdehnung bereits nöthig hat(vgl. die Tabelle unter Nr. 19 26, S. 73). Dazu bedarf unſre Anſtalt theils ſofort, theils nach Verlauf weniger Jahre noch folgende Räume: ein Zim⸗ mer für den iſraelitiſchen Religionsunterricht, 4 Säle für die Vorbereitungsſchule, 2 Säle für 2 Oberrealklaſſen(ſo lange dieſe Klaſſen noch nicht errichtet ſind, wird der Raum beider Säle vorübergehend als eine kleine Aula benutzt), 2 Zimmer für die vom Reiche gefor⸗ derte Gymnaſialobertertia und für die Gymnaſialunterſecunda, zuſammen 9 größere oder kleinere Räumlichkeiten. Wie könnte man ſich nun dieſen Forderungen gegenüber ver⸗ halten, und was wäre die Folge ſolcher Maßregeln? Einen Theil der verzeichneten Bedürfniſſe(z. B. die Säle für die Vorbereitungsſchule und die Oberrealklaſſen) wird man vielleicht längere Zeit nicht als berechtigt anerkennen wollen und zum Schaden der Entwickelung der Anſtalt ſo lange zurückweiſen, bis doch die Macht der realen Entwicke⸗ lung des auf die Dauer nicht zu unterbindenden Organismus der Anſtalt ſich mächtiger erwieſen haben wird, als alles Zaudern das war ja ſeither bei uns immer der Fall dem andren Theil der angedeuteten Bedürfniſſe würde man vielleicht durch weitere Anbauten andie beſtehenden vier Häuſer nach und nach ſo wie es ſeither geſchah zu entſprechen ſuchen: ein fünftes Haus müßte alſo, wenn jetzt die Grundformen des Pfandhauſes beibehalten würden, an den ſüdlichen Flügel des Pfandhauſes angebaut werden. In dieſem fünften Hauſe vermöchten natürlich nicht die obigen 9, ſondern nur etwa 4 Räume hergeſtellt zu werden; denn der dort zum Bauen noch zur Ver⸗ fügung ſtehende Ranm iſt zu klein, um ein Gebäude mit 9 Sälen aufzunehmen. Aber auch ein kleineres Gebäude, das dort an die Südſeite des Pfandhauſes angebaut würde ſollte es nun mit den Räumen des Pfandhauſes wirklich ein Gebäude oder aber⸗ mals einen iſolirten Bau mit beſonderem Treppenhauſe bilden würde zu dicht an die benachbarte Lederfabrik angrenzen: der Blick auf die vor den Schulfenſtern ſtehenden Lohkuchenrahmen, die üblen Gerüche, welche von der nahen Fabrik ausgehen, würden für den gedachten An⸗ und Neubau ſehr unangenehm ſein. Aber man könnte ſagen: Wir ſtellen dennoch die Säle des Pfandhauſes und dazu, ſei es früher, ſei es ſpäter, in einem ſüdlichen Anbau etwa 4 Säle(für 2 Vorbereitungsclaſſen, die Obertertia und den iſraelitiſchen Religionsunterricht), zuſammen 12 Säle her, auf die Herſtellung von vier Vorbereitungsklaſſen und auf die Errichtung der Oberrealklaſſen verzichten wir zunächſt. Ebenſo ſehen wir davon ab, die Trennung der Oberſecunda und Unterſecunda des Gymnaſiums für den lateiniſchen und griechiſchen Unterricht zu ermöglichen. Man würde es in dieſem Falle für das Geeignetſte halten, die zu den 8 Räumen des Pfand⸗ hauſes noch hinzutretenden 4 Säle in dem Winkel zwiſchen deſſen ſüdlichen und nord⸗