Aufsatz 
Über die Notwendigkeit und Möglichkeit der Errichtung eines neuen Gebäudes für das Gymnasium und die Realschule zu Worms
Entstehung
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Corridoren und dem centralen Treppenhauſe dieſes alten Hauſes in Ver⸗ bindung ſetzen. Es iſt, wenn überhaupt an der Stelle des Pfandhauſes gebaut wird, gewiß die erſte Vorausſetzung, daß das neu zu errichtende Gebäude mit den alten Ge⸗ bäuden zu einer Einheit verbunden wird. Dies kann nur geſchehen, wenn der Director ſeine jetzige Dienſtwohnung aufgibt und an die Nord⸗ und Weſtſeite der beiden Stock⸗ werke der altenAmtskellerei Corridore angelegt werden, welche in die Mittelgänge des neuen Baues einmünden. Die Herſtellung der nördlichen Corridore des alten Hauſes empfiehlt ſich nach den obigen Ausführungen(S. 44, 45) auch deßhalb, damit wenigſtens ein Theil der nördlich gelegenen kalten, düſteren, feuchten Locale beſeitigt und der Straßenlärm wenigſtens von einem Theile der Klaſſen ferngehalten wird. Wir würden alsdann vergl. Beilage II im Raume derAmtskellerei gegen Süden hin in jedem Stockwerke vier, alſo in beiden Stockwerken 8 Zimmer erhalten, d. i. eins weniger als auf der beigefügten Tabelle unter Ord.⸗Nr. 118 nach der Entfernung mehrerer Scheidewände vorhanden ſein würden; allein dafür hat der gedachte drei⸗ ſtöckige Neubau ſuaatt der erforderlichen 17 neuen Zimmer ſogar 18 Säle. Der eine überſchüſſige Saal des Neubaues würde den gedachten Verluſt eines Zimmers des alten Hauſes aufheben. Außerdem vermöchte nach unſren Grundriſſen(Beilage II) auch der ſüdöſtliche Anbau des Jahres 1869 mit den centralen Corridoren verbunden zu werden. Dadurch wäre viel gewonnen. Lehrer und Schüler brauchten nicht mehr über den Hof aus einem Zimmer, aus einem Hauſe ins andre zu gehen. Die jetzt herrſchende Zugluft würde beſeitigt, wenn von der Straße her nur die weſtliche Thüre in's Haus führte, und dieſe nur wenig benützt würde. Das reſtaurirte Haus würde nämlich auf der Mitte der Südſeite einen weiten Ausgangund gewöhnlich geſchloſſene Nebenaus⸗ gänge für den Fall der Noth an den ſüdlichen Enden der von Norden nach Süden führenden Corridore haben. Die Schüler würden durch Hofthore von Oſten und Weſten in den Hof und aus dieſem durch die große Mittelthüre der Südſeite ins Haus eintreten. Alle andren Thüren bleiben gewöhnlich geſchloſſen: ſo verſchwindet die ſchädliche Zugluft. Im Erdgeſchoß lägen chemiſches Laboratorium, phyſicaliſches Cabinet, Lehrzimmer für Phyſik und Chemie dicht neben einander, zweckmäßig durch nahe bei einander gelegene Thüren verbunden.

Faſſen wir nun das Geſagte zuſammen, ſo ſagen wir: Wenn unſre Anſtalt auf dem jetzigen Terrainbleiben ſoll, ſo iſt es nothwendig, daß alsbald an der Stelle des Pfandhauſes ein dreiſtöckiges Schul⸗ haus mit 18 Sälen erbaut und ein Umbau des ſeitherigen Hauſes durch Herſtellung von zweckmäßigeren Lehrzimmern und von Corridoren, welche unſrer Häuſermaſſe Einheit geben, vorgenommen wird. Die Skizze der angefügten Beilage II veranſchaulicht dieſen Gedanken. Es käme nun darauf an, ſorgfältig zu ermitteln, wie viel der Bau des an der Stelle des Pfandhauſes zu errichtenden dreiſtöckigen Hauſes