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„Bekannt iſt“, ſagt derſelbe,„welchen Schwankungen die Bevölkerungsverhältniſſe und die Zahl der Schulkinder im Allgemeinen und nach wechſelnden beſonderen Veran⸗ laſſungen in einzelnen Orten unterliegen und künftig bei der eingetretenen weſentlichen Veränderung der Geſetzgebung in Beziehung auf gewerbliches Leben, Freizügigkeit ꝛc. vorausſichtlich noch mehr als bisher unterliegen werden. Nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte iſt die Bevölkerung und damit im Verhältniß die Schulkinderzahl regelmäßig im Wachſen, und man darf bei der Fortdauer günſtiger Verhältniſſe, z. B. langjährigen Friedens, fortgeſetzter Entwickelung der Landwirthſchaft und dadurch geſteigerter Production, im Allgemeinen eine weitere Steigerung bis zur doppelten Zahl und noch weiter als möglich anſehen.“„Allein auf der andren Scite läßt ſich nicht mit Beſtimmtheit behaupten, daß die Gründe eines ſolchen Aufſchwungs gleichmäßig fort⸗ dauern werden, vielmehr hat jede Entwickelung, alſo auch die hier fragliche im Allge⸗ meinen ihre Grenzen, wo wenigſtens ein Stillſtand einzutreten pflegt. Hiernach wird man, ungeachtet, daß die Factoren, welche im Allgemeinen den Aufſchwung der Bevölke⸗ rung bedingen, mehr regelmäßig und ſtetig, die entgegengeſetzten ihrer Natur nach mehr nur, ſo zu ſagen, ſtoßweiſe wirken(Kriegszeiten),— von jener extremen Berückſichtigung der zukünftigen Bedürfniſſe abzuſehen haben und ein billiges Maß einhalten müſſen. Wägt man nun die Natur und das Gewicht der genannten Factoren gegen einander ab, ſo wird man im Allgemeinen eine Reſerve von 50 Procent der Zahl der dermalen vorhandenen Kinder als ein ſolches billiges Maß anzuſehen und dieſelbe als Regel ſeſtzuhalten haben.“(Sind z. B. 40 Kinder vorhanden, ſo iſt Raum vorzuſehen für 40+ 20= 60 Schüler.) Dieſe Forderung, daß man bei Bauten von vornherein auf die weitere Vermehrung der Schülerzahl um die Hälfte der jeweiligen Geſammtzahl bedacht ſein müſſe, ſtellt Zwez zunächſt für Volksſchulen, bei welchen zu⸗ nächſt nur die Vermehrung der Schuljugend eines einzelnen Orts in Betracht kommt. Daß Zwez Recht hat, wenn er für Volksſchulenbauten die Möglichkeit der baldigen Vermehrung der Schüler um 50 Procent in Erinnerung bringt, werden bald die Erfahrungen erweiſen, welche man an dem neuen Stadtſchulgebäude unſrer Stadt machen wird.
Welche Rückſicht auf ſtetige Vergrößerung der Zahl der Schüler wäre nun bei der demnächſt in Erwägung zu ziehenden Vergrößerung und Vermehrnng unſrer Schul⸗ localitäten zu nehmen? Es ſteht außer Zweifel, daß ſich unſre höheren Schulen im letzten Decennium im Allgemeinen nach ähnlichen Procentſätzen ver⸗ größerten, wie die Elementarſchulen. Wenn es auch in einer Fabrikſtadt ganz beſonders in die Augen fällt, wie der Zuzug fremder Arbeiter in wenigen Jahren eine außer⸗ ordentliche Vermehrung der ſchulpflichtigen Volksſchuljugend zur Folge hat: ſo bewirken doch mit ähnlicher Stetigkeit viele Umſtände die Vergrößerung der Zahl der Schüler unſrer höheren Lehranſtalten. 1. Die ortsanſäſſige bürgerliche Bevölkerung, welche die höheren Schulen benutzt, wächſt doch faſt in ähnlichem Verhältniſſe, wie diejenige ſtädtiſche


