Aufsatz 
Über die Notwendigkeit und Möglichkeit der Errichtung eines neuen Gebäudes für das Gymnasium und die Realschule zu Worms
Entstehung
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um die Laſt der auf der Decke ruhenden Scheidewände des oberen Stockwerkes zu tragen. Solche Säulen werden verworfen von Zwez, S. 32:Pfeiler in den Schulſtuben ſind als eine große Unregelmäßigkeit anzuſehen. Außerdem könnte man im oberen Stock⸗ werke die Scheidewand zwiſchen r und s wegnehmen: dann entſtände einLängenriemen, von dem zu ſagen iſt, was ich(S. 48) über das Zimmer k bemerkte. Die Räume b. c, d müßten zu einem chemiſchen Laboratorium vereinigt werden. Und was wäre die Folge dieſer Veränderung? Da durch die Wegnahme der beiden Scheidewände zwiſchen f und g, r und s zwei Klaſſenzimmer, durch Verbindung von b. c, d ſowohl das phyſi⸗ caliſche als das naturhiſtoriſche Cabinet verloren gegangen ſind, ſo müſſen vier Er⸗ ſatzzimmer irgendwo erbaut werden. Würde man ſich nun auf die Entfernung der bezeichneten Scheidewände beſchränken, ſo würde im älteſten Theile des Hauſes vom Pfandhauſe bis zur öſtlichen Treppe mit Ausnahme des verbundenen Raumes f+ g in beiden Stockwerken die Theilung des Hauſes durch Längenſcheidewände beibehalten werden; es würde auch nach wie vor der größere Theil der Schulzimmer nach Norden liegen(die nur 14 Fuß breiten Zimmer p Bibliothek und q Directionszimmer können in keinem Falle zu Lehrzimmern ſich eignen); und alle Zimmer würden(mit Ausnahme von f+ g) ſo ſchmal wie ſeither bleiben. Es würde alſo bei dieſer durchweg ungenügenden Reparatur die zweckmäßige Einrichtung der Schulzimmer, die wir oben(S. 50) vermißt, auch in Zukunft nicht herzuſtellen ſein. So langedie jetzige Theilung des Hauſes durch die von Oſten nach Weſten ſich hinziehenden Nittelſcheidewände beſtehen bleibt, iſt jeder Verſuch einer Reſtauration desſelben von vornherein ein ver⸗ fehltes Unternehmen. Jede Combination, bei welcher die Grundzüge der ſeit⸗ herigen Haupteintheilung des älteſten Theils des Hauſes, der altenAmtskellerei, bei⸗ behalten würden, iſt an ſich unnütz, würde aber dennoch die Herſtellung von vier Erſatzzimmern fordern; und weeil die jetzigen Räume verwahrloſt ſind, wäre außerdem eine durchgreifende Erneuerung der Fenſter, Thüren, Fußböden und Holzbekleidungen ſehr bald oder ſofort nothwendig, wenn wir ge⸗ zwungen wären, die verfehlte Eintheilung der alten Räume der Amtskellerei beizubehalten. Sollte man nun dennoch auf der Grundlage der ſeitherigen Längentheilung des Hauſes an das Werk einer Reſtauration ſchreiten, welche nach allen ihren Vor⸗ ausſetzungen im Princip verwerflich iſt? Ich glaube für jeden einſichtsvollen und wohlwollenden Kenner unſrer Schulbedürf⸗ niſſe nachgewieſen zu haben, daß auf der Grundlage der ſeit⸗ herigen Eintheilung des an die Wollgaſſe angränzenden Baues der Verſuch einer Reſtauration im Weſentlichen eine unnütze That wäre. Gleichwohl wäre es, wenn wir länger darin hauſen müßten, über kurz oder lang nothwendig, ſelbſt dieſe unpraktiſchen Räumlichkeiten wenigſtens ſo anſtändig herzuſtellen, daß die Schüler ſich nicht an das Häßliche, das ſie fortwährend umgibt, ge⸗