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zwiſchen der Fenſterwand und den Enden der Schülerſitze; d. ein Mittelgang zwiſchen den Schülerſitzen; e. der Zwiſchenraum zwiſchen den hinterſten Sitzen und der Wand dahinter.“ Demnach verlangt Flaminius, daß die Schülerſitze(Tiſche und Bänke) in der Mitte des Saales ſo aufgeſtellt ſind, daß ſie nach allen Seiten hin freiſtehen, daß ſie alſo von allen Wänden des Saales durch Gänge getrennt ſind, welche es möglich machen, daß man von jeder Seite her an die Schüler herantreten kann; außerdem verlangt er— natürlich nur für größere Klaſſen— daß die Bänke in zwei Gruppen, rechts und links vom Lehrerſitz, geſtellt werden, zwiſchen welchen ein Gang durchführt. Nach Flaminius verlangt die Rückſicht, daß in den unteren Klaſſen, in denen Schreibunterricht ertheilt wird, der Lehrer ohne Schwierigkeit zu jedem Schüler gelangen könne, auch zwiſchen je zwei Subſellien einen größeren Zwiſchenraum.
In allen dieſen Beziehungen ſtimmt Zwez mit Flaminius überein; man ver⸗ gleiche die Veranſchaulichung einer Schulſtube, welche er auf der ſeinem Buche:„Das Schulhaus“ ꝛc. beigefügten lithographiſchen Tafel, Anlage III, mittheilt. Dieſe Tafel bietet 5 Anſichten: den Boden des vollſtändig ausgeſtatteten Zimmers aus der Vogel⸗ perſpective, und außerdem Abbildungen der vier Seitenwände. Wenn es nicht zu koſtſpielig wäre, würde ich gern jene Tafel von Z wez copirt und dieſer Arbeit beigefügt haben, damit jeder Leſer ſehen könnte, wie wirkliche Schulzimmer einge⸗ richtet ſein müſſen, und damit man dann nach der von Zwez und Flaminius aufgeſtellten Norm unſre verkehrten Schulſäle— doch was ſage ich? Säle? unſre Zim⸗ mer oder Zimmerchen verdienen zum größten Theile dieſen Namen nicht— beurtheilen und verurtheillen könnte.
Unſre Zimmer ſind, wie ſchon im vorhergehenden Abſchnitt del erfr wurde, faſt alle zu ſchmal und zu klein. Deshalb iſt es nicht möglich, in denſelben die Bänke frei zu ſtellen und zwiſchen ihnen und den Wänden ringsum Gänge zu laſſen. Und dies läßt ſich auch nicht ändern, ſo lange unſer an ſich ſchon ſchmales Haus der Länge nach durch durchlaufende Scheidewände in zwei ſehr ſchmale Theile getheilt iſt, in welchen die Zimmer natürlich nur ſchmal ſein können. So kommt es denn, daß in den Zimmern a, e, f, g, h, i, k, l, m, r, s die Schulbänke dicht an zwei Umfaſſungswände angerückt ſind, damit wenigſtens nach der dritten und vierten Wand hin ein geringer freier Raum bleibt. Oefters werden die Schüler ſogar dicht vor die Fenſter geſetzt: ihr zarter Körper iſt alſo im Winter nach der einen Seite hin einer fortwährenden Wechſelbeziehung mit der von Außen kommenden Kälte oder gar ſchädlicher Zugluft ausgeſetzt; und von der andren Seite ſitzt ihnen der Ofen in dichteſter Nähe. In keinem unſrer Zimmer vermögen wir jetzt die Schülerſitze ſo zu ſtellen, daß die Lehrer zu allen Schülern gelangen können, nicht einmal in dem nor⸗ malſten Zimmer n, in welchem eine Klaſſe von nur 36 Schülern untergebracht iſt. Denn die Zimmer ſind zu klein, zu ſchmal und nach den Raumverhält⸗


