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den Unterricht in der Chemie theilen müſſen, auf die Dauer, ohne ſich zu hindern, darin arbeiten ſollen, iſt nicht nachzuweiſen. Endlich kann nicht davon die Rede ſein, daß Schüler in demſelben zu praktiſchen Arbeiten angeleitet werden können; und doch ſollte in einer Realſchule dieſe Möglichkeit vorgeſehen ſein.
Das Zimmerchen c ſollte nach dem Bauplan des Jahres 1863 naturhiſtoriſches Cabinet werden, allein dazu gewährt es nicht den erforderlichen Raum. Reſultat: Die Räumeh, c, d, e, welcheim Jahre 1863 gebautwurden— und zwarfür ihre jetzige Verwendung— ſind gerade für dieſe Zwecke durchaus verfehlt. Außerdem erinnere man ſich daran, daß, wie oben erwieſen wurde, die Säle des Baues des Jahres 1869 zu klein ſind, und daß ſämmtliche Zimmer des älteſten Theiles unſres Hauſes(der Amtskellerei) in Folge der 1841 vorgenommenenScheidung des Hauſes indieſchmalennördlichen und ſüdlichen Räumlichkeiten in ihrer ganzen Anlage verfehlt ſind, mögen nun dieſelben ſchachtelförmig oder riemenförmig, und zwar in letzterem Falle entweder LängenriemenoderQuerriemenſein.
c. Die Einrichtung der Schulſtuben: der Lehrerſit, die Schüler⸗ ſitze, die freien Gänge des Zimmers, die Anbringung der Unter⸗ richtsapparate.
Flaminius:„Die Distribution der Grundfläche der Klaſſen wird durch 3 Be⸗ ziehungen beſtimmt: 1. durch den Sitz des Lehrers und die zunächſt demſelben befindliche Schultafel oder ſonſtige Unterrichtsmittel; 2. durch die Sitze und Tiſche der Schüler; 3. durch die freizulaſſenden Gänge, welche für den Verkehr der Schüler und die Beauf⸗ ſichtigung derſelben durch den Lehrer nothwendig ſind.“„Zu 1.: Die vielfach gebräuchliche Anordnung, bei welcher die Schultafel ſich unmittelbar über dem Katheder oder dem Sitz des Lehrers befindet, hindert die freie Bewegung der Verrichtungen an der Tafel und nöthigt den Lehrer, ſeinen Sitz zu verlaſſen, wenn einer der Schüler zu Uebungen an der Tafel berufen wird.“(Flaminius empfiehlt eine Anordnung der Tafel neben dem Sitze des Lehrers in der Art, daß er über einem Podium von 10 pr. Fuß Länge, 4 Fuß Breite und 1 Fuß Höhe die Tafel aufhängt und auf dem einen Ende des Podiums den Lehrerſitz anbringt. Dies iſt gewiß die zweckmäßigſte Einrichtung: der Lehrer und die Schüler, welche an die Tafel treten, ſtehen ſo, daß ſie über die Klaſſe hinwegſehen und von jedem Schüler geſehen werden.)„Zu 2.: Die Grundflächen, welche die Sitze und Tiſche der Schüler einnehmen, werden in den Bedürfnißmaßen von Länge und Breite durch das den Lebensaltern und den Bildungsſtufen entſprechende Bedürfniß beſtimmt.“„Zu 3.: Die freizulaſſenden Räume und Verkehrsmittel in den Unterrichtsklaſſen ſind folgende: a. der für den Eintritt der Lehrer und Schüler beſtimmte Raum zunächſt der Mittelwand, d. i. der Wand, welche den Fenſtern gegenüberliegt; b. der Raum für den Sitz des Lehrers, das Podium und die daſſelbe umgebende Fläche; c. ein Verbindungsgang


