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platte verſehene Olmützer Schulbank“ ſich ganz beſonders empfiehlt. Uns ſind im Augenblicke die Mittel für neue Subſellien geboten. Auch Herr Oberſchulrath Becker intereſſirt ſich für die genannte Bank. So gebe man uns die Räume dafür. Die Aufſtellung der Olmützer Bank vürde dazu nöthigen, noch mehr Bänke hinter einander zu ſtellen, da nur zwei dieſer Bänke(alſo zuſ. für 4 Schüler) in der Tiefe unſrer ſchmalen Zimmer aufgeſtellt werden könnten. Dann vären ſelbſt unſre riemen⸗ förmigen Zimmer zu kurz! Aber wie ſieht es jetzt bei uns aus? Da die ſchmalen Klaſſen meiſtens auch noch geringe Fenſterwandlänge haben, ſo müſſen die Bänke hart an die Hinterwand und hier und da dicht an die Vorderwand geſtellt werden; und es ſteht deshalb in den meiſten Klaſſen der Ofen dicht bei den Schülern, ſei es nun vor, hinter oder neben ihnen. Und wenn auch überall Ofenſchirme aufgeſtellt ſind, ſo müſſen doch die Schüler der Zimmer a, n, f, g, h, i, r, s, k, l, m über die Qualen klagen, welche ſie unter der ſtrahlenden Wärme der zu nahe bei ihnen ſtehenden Oefen zu leiden haben. Es iſt unangenehm, daß wir ſolches zu geſtehen haben; allein die Eltern werden nicht ohne Intereſſe vernehmen, in welchen Räumlichkeiten ſich ihre Kinder befinden. Und die Schäden unſres Schullocals müſſen offen dargelegt werden, damit ſie beſeitigt werden. Ich zweifle nicht daran, daß die Stimme der Oeffentlichkeit ſich für unſre Jugend erklären und fordern wird, daß unſre ſchlechten Localitäten entweder vollſtändig entſprechend umgebaut oder durch neue erſetzt werden. Jeder wird erkennen, daß ich nicht für mich plaidire: ich bin ſogar nach Ab⸗ ſchnitt III dieſer Arbeit eventuell bereit, meine Dienſtwohnung aufzugeben, damit ein gutes Werk geſchaffen wird. Ich darf hoffen, daß ich nur als der Anwalt unſrer Schüler, der Kinder unſrer Stadt erſcheine.— Etliche unſrer Zimmer(k, g, r, s, 1) verdienen nur den Namen von Schachteln— ſo klein ſind dieſelben— nicht von Schulſälen. Die bezeichneten fünf Zimmerchen haben 18—19 Fuß Tiefe, und die Fenſterwandlänge derſelben iſt ſo gering, daß ſie nur zwei Fenſter haben. Für die Zimmer f und i hat man etliche beſonders kleine Bänke machen laſſen, damit man nur die Thüre nach innen öffnen kann, ohne von den dicht davorſtehenden Bänken gehindert zu werden. Die Thüre zu 1 ſetzte man ſo um, daß ſie nach dem Hausgang hin ſich öffnet: wollte man ſie nach innen zu öffnen, ſo ſtänden die Bänke im Wege. Nun ſehe man ſich die lächerliche Form des Zimmers k an: 57 heſſ. Fuß Länge, 18 h. F. Breite, d. i. die Breite beträgt weniger als ½ der Länge. Oben zeigten wir aber, wie Zwez verlangt, daß die Breite(Tiefe) nicht unter ꝛp der Länge betrage. Man denke ſich auf ſolchen Räumen die große Zahl der Bänke hinter einander aufgeſtellt. Was iſt die Folge? Werden die hinten ſitzenden Schüler genau ſehen, was vorn an der Tafel vorgeht? Können ſie den Lehrer immer gut verſtehen? Vermag der Lehrer, welcher vor den vorderſten Schülern ſtehen muß, die Klaſſe bei dem beſten Willen gewiſſenhaft zu beaufſichtigen? Die Sache iſt, namentlich in ſittlicher Beziehung, bedeutender, als ich ausführen will. Es iſt geradezu heilige Pflicht der Schule, jetzt, da wir ohne Zweifel zu einem größeren Baue ſchreiten


