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das günſtigſte Licht in der Nähe der Fenſterwand gewähren zu können, empfiehlt ſich die gleichſeitig viereckige Form für Schulſtuben nicht, indem in Folge derſelben namentlich die Kinder eine unnöthig breite Linie, dagegen der Länge nach eine unnöthig kurze Linie einnehmen; vielmehr iſt darauf zu halten, daß die Schulſtuben im länglichen Vierecke gebaut werden. In dieſem wird der Lehrer an derjenigen kurzen Wand ſeinen Sitz erhalten und den Unterrichtsapparat aufzuſtellen und aufzuhängen haben, an welche mit dem Rücken gelehnt, er„das Licht von der langen Wand rechter Hand her hat; die Kinderſitze dagegen ſind nach derſelben kurzen Wand hin ſo zu ſtellen, daß ſie ein der Form der Stube entſprechendes längliches Viereck einnehmen. Das Licht, welches der Lehrerſitz von der rechten Seite her erhält, haben demnach die Kinderſitze (damit ſich die Kinder beim Schreiben mit der rechten Hand nicht ſelbſt einen Schatten auf das Papier werfen) von der linken.“„In Beziehung auf die Beſtimmung des Verhältniſſes der kurzen Wände zu den langen Wänden wird man wohl in allen Fällen mit ganz gleichem Maße meſſen dürfen; allein daran iſt, ſoweit nur immer thunlich, feſtzuhalten, daß die Breite(Tiefe) nicht unter%⅛ und nicht über ℳ der Länge beträgt.“(Zwez, a. a. O. S. 32.) Als äußerſte Breite(Tiefe) empfiehlt Zwez 6,767 M. bis 7,331 Meter= c. 27—29 heſſ. Fuß. Flaminius bezeichnet als Maximum der Tiefe 27—28 preuß. Fuß(= c. 34— 35 heſſ. Fuß). Da die Herſtellung einer ſolchen Tiefe auf Schwierigkeiten ſtößt bei der Conſtruction der Balken⸗ lager, und weil bei ſo bedeutender Tiefe der den Fenſtern gegenüber liegende Theil des Schulzimmers leicht zu geringes Licht erhält, ziehen wir das von Zwez em⸗ pfohlene Maß der äußerſten Tiefe(27—29 heſſ. Fuß) vor.„Was da⸗ gegen die äußerſte zuläſſige Länge der Schulſtube betrifft,“ ſo führt Zwez weiter aus,„ſo iſt dieſelbe theils durch die Thunlichkeit genauer Beaufſichtigung der Kinder, theils durch die dem Lehrer zu gewährende Möglichkeit, beim Sprechen den Raum mit ſeiner Stimme ohne beſondere, nachtheilige Anſtrengung gehörig auszufüllen, theils dadurch bedingt, daß die Kinder nahe genug ſitzen, um die an die Wandtafeln geſchriebenen Buchſtaben, Worte und Zahlen ohne beſondere Anſtrengung leſen zu können“. Nach den Beobachtungen, welche Zwez über die Sehkraft von 80 Kindern angeſtellt, iſt er der Anſicht, daß man der Schulſtube zwar eine Länge von 10,715 Meter(= c. 43 heſſ. Fuß) geben könne, daß man aber, weil der Lehrer über eine ſolche Entfernung hin bezüglich der Aufſicht erhöhte Schwierigkeiten zu bekämpfen habe, vegelmäßig nicht über die Länge von 9,023— 9,587 Meter(=3 6— 3 8heſſ. Fuß) hinausgehenſolle.
Flaminius nimmt nach der Erfahrung größerer Städte, in denen Schwäche des Sehvermögens häufiger und in größrer Intenſität gefunden werde, als unter andren Localverhältniſſen, eine Sehweite von 26—27 preuß. Fuß(= c. 32 ½— 33 ¾¼ heſſ. Fuß) an; und unter der Vorausſetzung eines Zwiſchenraums zwiſchen der Abſchlußwand und der letzten(hinterſten) Schülerbank nimmt er als das zuläſſige Maximum der Stubenlänge ein Maß von 30 preuß. Fuß(= c. 3 7 ½ heſſ. Fuß) an.


