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den jetzigen, ſo ergeben ſich 9+ 9= 18 nördliche und 7+† 9= 16 ſüdliche Zimmer, d. i. mehr ſchlechte als gute; und aus dieſem Grunde müßten zum Behuf der Entfernung der nördlichen Zimmer unſres älteren Hauſes(der Amtskellerei) die in Ab⸗ ſchnitt III empfohlenen und auf der beigefügten Tafel II eingezeichneten Corridore der Nordſeite des Hauſes und der Wollgaſſe entlang angelegt werden. Würden dieſe Corri⸗ dore nicht angelegt, ſo hätten wir vorwiegend kalte, düſtere, vielleicht ſogar oft feuchte Schullocale. Aber auch wenn nach,dem Plane der beigefügten Tafel II umgebaut und neu gebaut würde, würden im allergünſtigſten Falle immerhin noch 12 nach Norden gelegene Säle vorhanden ſein. Das iſt denn doch zu bedenken. Was Pappenheim, Cohn, Schraube, Zwez, Falk, Wie ſe davon halten, iſt oben gezeigt.
b. Die Form, das Licht und die Einrichtung der Schulſäle.
Wir nennen die Dimenſion des Saales entlang den Fenſtern die Fenſterwand⸗ länge oder kurzweg Länge, die Ausdehnung von den Fenſtern nach der den Fen⸗ ſtern gegenüber ſtehenden Wand die Tiefe des Zimmers. Es fragt ſich nun, in welchem Verhältniſſe die Fenſterwandlänge zur Tiefe ſtehen ſoll. Flaminius ſagt:„die Frage, ob Claſſen von größerer Tiefe oder von größerer Länge dem Unterricht förder⸗ licher ſind, dürfte zur Zeit noch eine beſtrittene ſein. Der Lehrer, der gewohnt war, in einer Klaſſe zu unterrichten, an deren kurzer Seite ſich der Platz des Docenten befand, wird es ſtets im Anfang ſchwierig finden, die zu beobachtenden Schüler in einer nach beiden Seiten erheblich vermehrten Geſichtsweite zu erfaſſen; die Erfahrung ergiebt aber, daß die Gewöhnung in nicht langer Zeit die Augen mit der hierzu geeigneten Fähigkeit ausrüſtet.“„Uebrigens dürfte eine größere Tiefe, als 27, höchſtens 28 preuß. Fuß (= c. 34, reſp. c. 35 heſſ. Fuß) wegen der Hinderniſſe für die wirkſame Beleuchtung nicht zu empfehlen und hierbei noch zu bemerken ſein, daß die äußerſten Plätze der erſten Bankreihe erfahrungsgemäß durch die auf die Tafel fallenden Lichtreflexe behindert werden, die Schrift oder Zahlen an der Tafel wahrzunehmen, wogegen die geringere Entfernung, in der ſich ein großer Theil der übrigen Schüler von dem Lehrer und den Lehrmitteln im Vergleich zu den Klaſſen befindet, bei denen dieſe an der kurzen Seite angeordnet ſind, den Klaſſen mit größerer Tiefe in jener Rückſicht einen unzweifelhaften Vorzug zuweiſt.“(Flaminius, in Wieſe's höh. Schulweſ. in Preußen, Theil II., S. 711, Anm. 2.)
Daneben ſind nun aber die Forderungen von Zwez(S. 3¹) zu beachten:„Die Linie, auf welcher die Kinder in die Breite: nebeneinander, vor dem Lehrer ſitzen, darf nicht zu ausgedehnt ſein, indem mit der Ausdehnung derſelben die Schwierigkeit gleich⸗ zeitiger Ueberwachung aller Kinder wächſt, und das von einer Seite kommende Licht für diejenigen Kinder in einem nachtheiligen Grade abnimmt, welche auf der von den Fenſtern entfernteren Seite ſitzen. Hiernach, und namentlich auch, um möglichſt vielen Schülern


