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Größe zum Zeichenſaal beſtimmt werden müßte(wofür er auch im J. 1863 erbaut wurde) ſo müßten offenbar zur Herſtellung eines günſtigen Lichtes die gegen Oſten ge⸗ legenen Fenſter mit genau ſchließenden Läden verſehen, die ſüdlichen Fenſter dagegen ent⸗ fernt werden(vgl. Abſchn. III am Ende.) Dieſer Saal würde alſo— in dieſem Falle freilich ein Bedürfniß— gegen Norden liegen. Das zoologiſche Cabinet e hat zwar ein Fenſter gegen Oſten, aber nahe vor demſelben erhebt ſich der Giebel eines Nachbar⸗ hauſes, der vieles Licht wegnimmt. Dagegen haben nun die Räume: d, e, g, i, l, m, r, s ſämmtlich die Lage gegen Norden; kein Sonnenſtrahl dringt in dieſelben, und mehrere derſelben, z. B. g, i, l und m, welche größere Klaſſen aufnehmen, haben, auch wenn ſie gelüftet waren, ſehr bald eine unangenehme Luft, welche die Folge jener Feuchtigkeit zu ſein ſcheint, von welcher Zwez ſagt, daß ſie leicht in nördlich gelegenen Localen entſtehe, wenn ſie mit Schülern ſtark beſetzt ſeien. Werden an der Stelle des Pfandhauſes für unſre Anſtalt neue Räumlichkeiten gewonnen, ſo werden in jedem ſeiner Stockwerke(drei Stockwerke würden, wie in Abſchnitt III erwieſen wird, nöthig ſein) drei Säle nach Norden liegen, alſo zuſammen neun. Dazu kommen im alten Hauſe die oben aufgezählten neun gegen Norden gelegenen Zimmer. Demnach würden 18 Zimmer direct gegen Norden liegen, d. h. ſie würden die von Allen verworfene ſchlechteſte Lage der Himmelsgegend nach haben. Dazu kommt, daß ſie nach der Wollgaſſe hin liegen, in welcher die Luft ſchlecht iſt und die von vorübergehenden Fuhrwerken und lärmenden Kindern verurſachte Unruhe, be⸗ ſonders im Sommer, wenn man es in den kleinen Zimmern, ohne daß man die Fenſter geöffnet hält, kaum aushalten kann, häufig ſo groß iſt, daß der Unterricht in denſelben öfters unterbrochen werden muß.
Im jetzigen Hauſe haben nur 2 Lehrzimmer(a und n) ſüdweſtliche, drei(f, h, k) ſüdliche Lage. Im Pfandhauſe haben die beiden Räume w und 21¹ weſtliche Lage; allein dieſen Räumen wird ſicher einmal viel Licht genommen, wenn in dem von ihnen nur durch die ca. 31½ Meter breite Pankratiusgaſſe getrennten Freed'ſchen Garten ein Gebäude aufgeführt wird, was gewiß bald nach der Veſenidung der Nachbarſchaft des Pfandhauſes geſchehen dürfte. 3
Auch wenn in dieſem Falle die Pankratiusgaſſe erweitert würde, müßte dennoch ein großer Theil des Weſtlichts verloren gehen.— Nach den vorſtehenden Ausführungen würden alſo, wenn der gegenwärtige Grundriß des Pfandhauſes— ſei es in zwei oder in drei Stockwerken— beibehalten würde, im Pfandhauſe zu den ſieben ſüdlich gelegenen Zimmern des jetzigen Hauſes weiter keine ſüdlich oder öſtlich gelegenen Locale hinzukommen. Würde an der Stelle des Pfandhauſes ein dreiſtöckiges Haus erbaut, ſo würden in demſelben neun nördlich gelegene Zimmer hergerichtet; und nur in dem Falle, wenn dieſes neue Haus viereckigen Grundriß bekäme, ſo daß in jedem Stocke ſechs Säle(3 nach Süden) geſchaffen würden, würde man in dieſem Neubau auch neun ſüdliche Zimmer erhalten. Rechnet man dieſe neuen Zimmer zu


