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Treppenhaus und den erwähnten zweiten, öſtlichen Eingang von der Straße her. Dies der Anbau des Jahres 1863.
Wiederum vergehen einige Jahre. Das Jahr 1866 gibt beiden Anſtalten einen vermehrten Aufſchwung; Gymnaſium und Realſchule erhalten im Schuljahr 1868/69 je fünf Klaſſen, erſteres mit achtjährigem, letztere mit ſechsjährigem Curſus. Endlich ſtellt das Gymnaſium im Schuljahr 1871/72 durch Trennung der combinirten Klaſſen Quarta und Tertia ſechs Klaſſen her. Obwohl die beiden Anſtalten in der Zeit von 1868 bis 1872 in dieſer Weiſe ſich ausdehnten und obwohl weitere Bedürfniſſe damals deutlich zu erkennen waren, z. B. die ſpäter eintretende Trennung der erſten Realklaſſe, begnügte man ſich im Jahre 1869 damit, zwei Säle— noch dazu in zwei Stockwerken— im rechten Winkel an den Anbau des Jahres 1863 als drittes Häuslein unſrem Häuſercomplexe anzubauen.
Schon im Jahre 1872 erwieſen ſich dieſe Anbauten als unzureichend und verfehlt. Man ſehe auf die am Ende dieſer Arbeit angefügten Grundriſſe: drei Häuſer haben wir jetzt, aber ſie ſind zu klein, ihre Zimmer zu eng. Das Lehrercollegium wird auseinander geriſſen; befindet man ſich in dem einen Hauſe, ſo kann man nicht überſehen, was in dem anderen Hauſe vorgeht. Die Ueberwachung der Schüler, die Disciplin des Hauſes iſt dadurch ſehr erſchwert. Haben ſich Lehrer oder Schüler während des Unterrichts erhitzt, ſo müſſen ſie oft mit ſchwitzender Haut über den windigen Hof und durch die Zugluft der Gänge in ein anderes Haus gehen, um die folgende Stunde abzuhalten: eine Quelle häufigen Unwohlſeins für Lehrer und Schüler, beſonders für erſtere!
2) Beſondere Klängel des gegenmärtigen Hauſes.
Erwies ſich nach den vorſtehenden kurzen Andeutungen die ganze Anlage unſeres Häuſercomplexes als verfehlt, ſo ſtellen ſich nun auch im Einzelnen eine Reihe von ſehr beachtenswerthen Mängeln heraus, welche ich nun unter Verweiſung auf die lithographirten Beilagen nachzuweiſen habe.
a. Die Lage der Schulſäle nach der Himmelsgegend; die Wärme nach ihrer Bedeutung für den Organismus des zarten, in der Entwickelung begriffenen jugendlichen Körpers.
Zwez ſagt in ſeinem Buche„Das Schulhaus und deſſen innere Einrichtung“
S. 28:„Schraube rühmt den vortheilhaften Einfluß des Lichtes auf Ausdünſtung,
Abſonderung, Reſorption, Stoffwechſel und Wachsthum des Menſchen und wünſcht im
Zuſammenhang damit für die Schulfronte, wenigſtens im mittleren Deutſchland, die
ſüdöſtliche Richtung, indem ſie die erforderliche Wärme biete, von dieſer Seite der
Wind ſelten wehe.“ Pappenheim beſteht darauf, daß man für die Schulſtuben 6


