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ſtantiſchen Gymnaſiums, deſſen Erbe unſre Anſtalt— damals noch eine Secondär⸗ ſchule— geworden, dieſer Communalſchule überwieſen, wofür unſrer Anſtalt die von der Stadt Worms erworbene„Amtskellerei“ überlaſſen wurde, in welcher gerade damals noch eine Bäckerei eingerichtet war; die Backöfen ſtanden im hinteren Theile unſres heutigen Schulhofes. Dieſer ältere Theil unſres jetzigen Hauſes iſt alſo, weil er i. J. 1824 in Tauſch genommen wurde für dies Gebäude des proteſtantiſchen Gymnaſiums, welches ohne Zweifel. integrirender Theil des Fonds der ehemaligen Secondärſchule, d. i. der Erblaſſerin unſres Gymnaſiums war, ein Beſtandtheil des Vermögens unſrer Anſtalt. Ich erwähne das an dieſer Stelle nebenbei nur deshalb, um auf der Grundlage dieſes Nachweiſes ſpäter zu conſtatiren, daß die Beſchaffung der Räumlich⸗ keiten für unſre beiden Anſtalten der Stadt Worms, abgeſehen von der im J. 1841 vorgenommenen Verſtellung der Scheidewände und von kleineren Herſtellungen, in der Zeit von 1824 bis heute nur die unbedeutende Summe von etwa 8000 Gulden gekoſtet hat.
Ich laſſe nun über die Geneſis unſerer jetzigen Wohnungsnoth meinen Amtsvor⸗ gänger, Herrn Director Dr. Wiegand, ſprechen. Derſelbe theilt im Gymnaſial⸗ programm des Jahres 1863(S. 21) mit, die Amtskellerei habe im Jahre 1824 für die damalige dreiklaſſige Lehranſtalt überflüſſig genug Raum gehabt.„Nachdem aber die Lehranſtalt ſich nicht nur 1829 zu vier, ſondern auch im J. 1842 zu ſechs Hauptklaſſen mit zwei realiſtiſchen Parallelklaſſen und im J. 1852 gar zu einem Gymnaſium und einer davon geſonderten Realſchule erweitert hatte,
ward es immer mehr fühlbar, daß dies Gebäude nicht zu dem Zwecke einer Schule gebaut worden war, obgleich 1841 auf Koſten der Stadt vielfache Veränderungen und Erweiterungen ſtattgefunden hatten und obgleich der Director von ſeiner Amtswohnung über die Hälfte des Raumes zu Schulzwecken überlaſſen hatte. Daher richtete derſelbe am 16. Sept. 1860 einen Bericht an den Gr. Bürgermeiſter und Gemeinderath dahier mit dem Geſuche eines gänzlichen Neubaues, da nach ſeiner Anſicht eine wiederholte Reparatur und partielle Umbauung an dem ſchon mehrmals veränderten Gebäude den Bedürfniſſen der Lehranſtalt doch nicht zu entſprechen ſchien. Die deßhalb gepflogenen mehrſeitigen Verhandlungen kamen im J. 1862 zum Schluſſe, nach welchem der Stadtvorſtand ſich zwar zu einem gänzlichen Umbau nicht verſtehen konnte, aber 4000 fl. zur Erweiterung des Locals(zur Beſchaffung eines Zeichen⸗ und Prüfungs⸗ ſaales, eines geräumigen phyſicaliſchen Cabinets, eines neuen zoologiſchen Cabinets ꝛc.) bewilligte.“ Der Um⸗ und Neubau war alſo verworfen; Director Dr. Wiegand aber hatte damals das Richtige angeſtrebt.
Nun wurde an die alte Amtskellerei der nach dem Rheine zu gelegene und an die Wollgaſſe grenzende Theil unſres jetzigen Hauſes(mit der Fronte von fünf Fenſtern, von der öſtlichen Treppe an) angebaut. Derſelbe iſt als ein beſonderes (zweites) Haus anzuſehen, getrennt von dem alten Hauſe durch Gänge, ein beſonderes


