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zu Darmſtadt abſolvirt hatte, nahm er bald darauf eine Stelle an einem Privat⸗Inſtitute in Oſthofen an. Durch Verfügung Großh. Oberſtudien⸗Direction vom 5. December 1861 zur proviſoriſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Realſchule zu Alzey berufen, wurde er durch Allerhöchſtes Decret vom 26. März 1867 definitiv an dieſer Schule angeſtellt. Durch Allerhöchſtes Decret vom 12. März 1874 wurde er an das hieſige Gymnaſium verſetzt.
Dr. Hermann Oeſer, geb. 1849 in Lindheim in der Wetterau, wo ſein unter dem Namen O. Glaubrecht als Volksſchriftſteller bekannter Vater Pfarrer war, beſuchte von Oſtern 1860 bis Oſtern 1868 das Gießener Gymnaſium, und widmete ſich ſeit 1868 dem Studium der neueren und germaniſchen Sprachen. Nachdem er ſeit dem Mai 1873 als Lehrer der engliſchen Sprache an dem Gießener Gymnaſium verwendet worden war, abſolvirte er im Juni 1873 das academiſche Schlußexamen und trat am 30. Juni als Hilfs⸗ lehrer in die erwähnte Anſtalt ein. Durch Allerhöchſtes Decret vom 9. October 1874 nach Worms verſetzt, ward er am 26. October in unſer Gymnaſium eingeführt.
Dr. Friedrich Quentell wurde am 26. April 1847 in Worms geboren, beſuchte bis zu ſeinem 11. Jahre die Volksſchule und abſolvirte Oſtern 1866 das Wormſer Gymnaſium, um ſich auf den Univerſitäten Heidelberg, Bonn und Gießen dem Studium der Naturwiſſenſchaften und der Mathematik zu widmen. Nachdem er die beiden vorgeſchriebenen Prüfungen beſtanden hatte, wurde ihm der Acceß an der Real⸗ ſchule zu Mainz geſtattet, an welcher Anſtalt er durch Allerhöchſtes Decret vom 3. März 1873 zum Lehrer ernannt wurde.
Dr. Guſtav Forbach, geb. am 1. September 1853 zu Gießen, Sohn des daſelbſt verſtorbenen Großh. Hofgerichts⸗Canzleiinſpectors Georg Forbach, beſuchte das Gymnaſium zu Gießen und verließ daſſelbe im Frühjahr 1870, um ſich auf der Landes⸗ Univerſität Gießen dem Studium der claſſiſchen Philologie zu widmen. Nachdem er im Herbſt 1874 ſein Studium vollendet hatte, unterzog er ſich im Winterſemeſter 1874/75 der philologiſchen Schlußprüfung und beſtand dieſelbe am 12. Februar 1875. Noch vor vollſtändiger Abſolvirung der Prüfung wurde demſelben durch Miniſterialverfügung vom 27. October 1871 die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle am Gymnaſium dahier übertragen, welche er ſofort übernahm.
Dr. Franz Staudinger, Sohn des Pfarrers Wilhelm Staudinger zu Werſau, iſt geboren zu Wallerſtätten am 15. Februar 1849, beſuchte von Oſtern 1864 bis Herbſt 1867 das Gymnaſium zu Darmſtadt, ſtudirte zu Gießen Theologie und beſtand daſelbſt Oſtern 1871 ſeine Prüfung pro lic. conc. Nachdem er von Sommer 1872 bis Oſtern 1873 an der höheren Bürgerſchule in Weſthofen als Lehrer angeſtellt geweſen war, ſtudirte er noch moderne Philologie zu Gießen, worauf ihm nach Ablegung ſeiner Fach⸗ prüfung die zweite neu creirte Stelle eines Lehrers für moderne Sprachen an dem hieſigen Gymnaſium proviſoriſch übertragen worden iſt.
3. In welchem Umfange ſich die Organiſation ſowohl des Gymnaſiums als


