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bis dahin eine Stelle an dem Gymnaſium zu Gießen verwaltet hatte, übertragen; am 26. October trat er in ſeine neue Stelle ein.
Die durch die Beförderung des Herrn Olff vacant gewordene Stelle wurde durch Allerhöchſtes Decret vom 21. November 1874 dem Lehrer der beſchreibenden Natur⸗ wiſſenſchaften, Herrn Reallehrer Dr. Friedrich Quentell zu Mainz, einem geborenen Wormſer, übertragen. Derſelbe trat am 1. Dezember 1874 ſeinen hieſigen Dienſt an.
Durch Allerhöchſte Entſchließung vom 23. December 1874 wurde dem proviſoriſchen Lehrer unſrer Anſtalt, Herrn Johannes Bott, die von ihm verwaltete Stelle definitiv übertragen.
Die zweite der unſrer Anſtalt bewilligten neuen Stellen wurde durch Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, vom 20. Januar l. J., dem Lehrer der neueren Sprachen, Gymnaſiallehramts⸗Acceſſiſten Dr. Franz Staudinger, zu proviſoriſcher Verwaltung übertragen.
Die vorſtehende gedrängte Zuſammenſtellung unſrer Perſonalveränderungen zeugt zwar von manchen Schwankungen, welchen das innere Leben unſrer Anſtalt in den ver⸗ floſſenen drei Semeſtern unterworfen war, aber auch von der wohlwollenden Fürſorge, mit welcher die obere Schulbehörde in jedem Falle raſch die im Collegium entſtandenen Lücken ausfüllte. Den aus unſrer Anſtalt ausgetretenen Collegen ſagen wir für alles Gute, das ſie unſrer Schule erwieſen, beſten Dank.
Wir ſtellen nun im Nachfolgenden einige biographiſche Notizen über die in unſre Anſtalt eingetretenen Collegen nach deren eignen Aufzeichnungen zuſammen.
Dr. Auguſt Weckerling, geboren 1846 zu Friedberg, beſuchte bis zur Confir⸗ mation die dortige Realſchule und trat dann zwei Jahre ſpäter in das ev. Lehrer⸗ Seminar ein, dem er bis 1864 als Schüler angehörte. Hierauf nahm er eine Stelle an einem Mädcheninſtitute in Gießen an und bekleidete dieſelbe bis Herbſt 1866, wäh⸗ rend welcher Zeit er in Darmſtadt(Herbſt 1865) die Maturitätsprüfung beſtand, worauf er ſich dem Studium der claſſiſchen Philologie widmete. Nachdem er im Frühjahr und Herbſt 1869 die beiden für die Aſpiranten des höheren Lehramts vorgeſchriebenen Erxamina vom Standpunkt der altelaſſiſchen Sprachen beſtanden hatte, bekleidete er vom Beginn des Jahres 1870 ab eine Lehrerſtelle an der Realſchule zu Alzey, die ihm durch Großh. Decret vom 20. April 1871 definitiv übertragen wurde. Durch Allerhöchſtes Decret vom 2. Februar 1874 wurde er zum Lehrer am hieſigen Gymnaſium ernannt und trat hierauf am 23. Februar als Lehrer in die Anſtalt ein.
Dr. Philipp Diehl, geboren am 24. Auguſt 1836 zu Albig, wo ſein Vater Lehrer war, beſuchte von Oſtern 1850 bis 1854 die Realſchule zu Alzey, ſodann bis Oſtern 1856 die damalige höhere Gewerbſchule zu Darmſtadt, wo er die Maturitäts⸗ prüfung beſtand. Von Oſtern 1856 an beſuchte er die Univerſität in Gießen und beſtand im Sommer 1858 das Examen für das Gymnaſial⸗Lehrfach vom mathematiſchen Stand⸗
punkt aus. Nachdem er den vorgeſchriebenen Acceß im Herbſt 1859 an der Realſchule 4


