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Die erſte der oben erwähnten Maturitätsprüfungen fand am 6. September 1873 Statt. Durch Verf. Gr. Oberſtudiendirection vom 4. deſſ. Monats wurden für dieſelbe, da Herr Geh. Oberſtudienrath Prof. Dr. Wagner leider verhindert war, der Maturitäts⸗ prüfung beizuwohnen, dem unterzeichneten Director die Funktionen eines Regierungs⸗ Commiſſärs übertragen. Die Prüfung beſtanden folgende Abiturienten:
1. Friedrich Hechler aus Großkarben, Studium ev. Theologie;
2. Friedrich Obenauer aus Eich, Studium Philologie;
3. Hermann Reutzel aus Ranſtadt, Studium Jurisprudenz, vom Gymnaſium in Gießen unſerer Prüfung überwieſen.—
Für die am 28. März 1874 anberaumte Maturitätsprüfung mußte, bei fortdauernder Verhinderung des verehrten Herrn Referenten der Gr. Oberſtudiendirection, wiederum der Director als Regierungs⸗Commiſſarius beſtellt werden. Die Prüfung beſtanden:
1. Jakob Knab aus Pfeddersheim, Studium ev. Theologie;
2. Carl Müller aus Mainz, Studium Jurisprudenz;
3. Eduard Wiltheiß aus Worms, Studium Mathematik.—
Die letzte Maturitätsprüfung wurde unter dem Vorſitze des als Regierungs⸗Commiſſarius ſungirenden Groß. Oberſchulraths Herrn Hofrath Becker am 28. Auguſt 1874 abgehalten. Die Prüfung beſtanden damals die ſechs Abiturienten, welche ſich derſelben unterzogen:
1. Georg Günther aus Abenheim, Studium kath. Theologie;
2. Julius Heilmann aus Albig, Studium Philologie;
3. Ludwig Heilmann aus Albig, Studium Philologie;
4. Guſtav Kaibel aus Oſthofen, Studium Jurisprudenz;
Georg Kolb aus Alzey, Studium Jurisprudenz; 6. Berthold Mannheimer aus Worms, Studium Jurisprudenz.
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Zur Chronik der Anſtalt.
1. Unſer letzter Jahresbericht erſchien im Herbſte 1873, weil damals das Schuljahr 1872,73 zu Ende ging. Erſt im Jahre 1871 war der Schluß des Schuljahrs unſerer Anſtalt von Oſtern auf Herbſt in der Weiſe verlegt worden, daß das Sommerhalbjahr 1871 gleichſam als ein Schuljahr angeſehen ward und die meiſten derjenigen Schüler, welche zu Oſtern 1871 in eine höhere Klaſſe verſetzt worden waren, ſchon ehe ein halbes Jahr vergangen, abermals in höhere Klaſſen aufſtiegen. Auf die Organiſation der Anſtalt mußte dies natürlich einwirken. Um nun die dadurch eingetretenen Nachtheile wieder aufzuheben und die einzelnen Klaſſen unſerer Anſtalt möglichſt raſch zu heben, erſchien es unſerem Lehrercollegium geeignet, bei Gr. Oberſtudiendirection zu beantragen, daß der Schluß unſeres Schuljahrs wieder auf Oſtern verlegt werde, Unter dem 4. September


