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mit unſren höheren Lehranſtalten zu vereinigen. Ich hebe folgende Stellen aus beſagtem Antrage heraus:„Schon früher war es die Anſicht des Gemeinderaths der Stadt Worms, daß die hier be⸗ ſtehende Vorbereitungsſchule aus Zweckmäßigkeitsgründen unter die Direction des Gymnaſiums und der Realſchule zu ſtellen ſein dürfte.“ Dann wird geſagt, daß gegründete Hoffnung vorhanden ſei, daß der gegenwärtige Director in dieſer Frage dem Gemeinderath ſich entgegenkommend zeigen werde. Endlich wird beantragt,„der Gemeinderath wolle ſofort die erforderlichen Maßnahmen treffen, um nunmehr eine Verbindung der Vorbereitungsſchule mit dem Gymnaſium und der Realſchule zu er⸗ reichen.“ Mit dieſem Antrage erklärte ſich hieſiger Gemeinderath einverſtanden.— Es verſteht ſich ganz von ſelbſt, daß ich, wie in jeder Beziehung, ſo auch in der angeregten Frage der Stadt Worms mit der größten Bereitwilligkeit entgegenkomme und daß ich gern dazu beitragen will, Formen und Bedingungen der Vereinigung der Vorſchule mit unſren höheren Lehranſtalten zu Stande zu bringen, welche ſowohl der Vorſchule, als den beiden höheren Schulen zu dauerndem Segen gereichen und den Intereſſen hieſiger Familien zu dienen im Stande ſind. Ich geſtehe nun freilich, daß mich dabei eine Sorge erfüllt. Es liegt die Befürchtung nahe, es möge die nähere Verbindung der Vorſchule mit den höheren Schulen als ein Unternehmen aufgefaßt werden, welches die hieſigen Stadtſchulen be⸗ einträchtige. Ich habe die Beſorgniß, es könne das angeregte Project Anlaß geben zu unfruchtbarer und ſchädlicher Spannung zwiſchen den Stadtſchulen und den beiden höheren Schulen. Da ich aber glaube, eine ſachgemäße Behandlung dieſer Angelegenheit könne leicht im Stande ſein, zu zeigen, daß eine mit Gymnaſium und Realſchule eng verbundene Vorſchule keineswegs den Stadtſchulen zu nahe treten wolle: ſo darf ich es nicht unterlaſſen, nachzuweiſen, daß mit meinem Wunſche, zu den Stadt⸗ ſchulen in ein freundliches Verhältniß zu treten, meine Bereitwilligkeit, auf den obenerwähnten An⸗ trag des hieſigen Gemeinderaths einzugehen, recht wohl vereinbar iſt. Dieſer freundlichen Auf⸗ faſſungsweiſe der in Rede ſtehenden Angelegenheit glaube ich förderlich ſein zu können, wenn ich, indem ich auf die Wünſche des hieſigen Stadtraths eingehe, den Nachweis führe, daß mich zu dieſem Entgegenkommen Erwägungen veranlaſſen, welche nicht perſönlicher oder localer Natur ſind, ſondern in allgemeineren Verhältniſſen des höheren Schulweſens ihre Erklärung finden. Ich gedenke deshalb die angeregte Frage zu discutiren, indem ich einfach citire, was ich vor länger als fünf Jahren bei ähnlicher Veranlaſſung in andren Verhältniſſen, in dem zu Oſtern 1868 erſchienenen Programm der Alzeyer Realſchule, über die Bedeutung, Stellung und Organiſation der dortigen Vorſchule ge⸗ ſchrieben habe. Wenn ich jene Auseinanderſetzungen hier faſt wörtlich wiederhole und nach den hieſigen Verhältniſſen nur in nebenſächlichen Beziehungen modificire: ſo glaube ich dadurch den beſten Beweis dafür zu liefern, daß ich eine Sache von allgemeiner Bedeutung beſpreche und daß es mir fern liegt, in Worms irgend Jemand zu nahe treten zu wollen. Unter dieſen Vor⸗ behalten allein möchte ich die delicate Frage behandeln; und ich glaube deshalb hoffen zu dürfen, durch ſachgemäße Erörterung einem guten Werke förderlich zu ſein.
Der Plan der organiſchen Verbindung der hieſigen Vorbereitungsſchule mit unſrer Doppellehranſtalt verdient ernſte Berückſichtigung, wenn man ſich die Frage vorlegt:„Welche Vorbereitung erfordert die oben empfohlene ſiebenjährige Realſchule mit facultativem Latein, welche zugleich Vortheile der Realſchule 1. Ordnung darbieten ſoll?“ Bei der Umgeſtaltung, welcher unſere Realſchulen unterzogen werden müſſen, macht ſich offenbar eine Verſchiedenheit der Anſichten bezüglich der Stellung geltend, welche dem Latein in den⸗ ſelben angewieſen werden ſoll. Wäre man allgemein von dem Wunſche beſeelt, daß unſeren Real⸗


