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Zimmers regelmässig einen merklichen Anstieg, während der Nacht im abgekühlten Zimmer ein deutliches Sinken.
Deshalb habe ich versucht, die Temperaturkorrektion für beide Barographen zu bestimmen. Vom 13. Oktober 1906 stammt eine Registrierung des Barographen Fuess, während der er in wenigen Stunden den Temperaturen + 12,9⁰°,+ 6,3⁰,+ 6,1°,+ 1.4° ausgesetzt war. Die Auswertung des Barogramms ergibt die zugehôrigen Werte des Luftdrucks: 763,2 mm, 763,3 mm, 763,0 mm, 762,6 mm. Es entspricht also
einer Temperaturzunahme von 6,6 eine Druckzunahme von— 0,1 mm 2 5„ 0,20„„„+ 0,3 mm „ 4,79„„„+ 0,4 mm
Die gleichzeitigen Ablesungen am Quecksilberbarometer, dessen Temperatur konstant blieb, ergeben nun aber auch keine konstanten Werte, so dass während der Beobach- tungszeit wirklich kleine Druckschwankungen vorhanden waren, die die Messung noch unsicherer machen. Jeden-— falls ist die Korrektion für den Barographen Fuess so klein, dass sie mit Sicherheit nicht bestimmt werden kann. Die Temperaturkorrektion des Barographen Berson lässt sich auf Grund der Registrierung vom 27. April 1908 bestimmen. In Zwischenräumen von etwa einer Stunde war der Barograph verschiedenen Temperaturen ausgesetzt. Die Auswertung des entstandenen Barogramms ergibt:
14,3°Temperaturdifferenz entspricht eine Druckänderung von 1,9 mm
180„.„ 3„ 2,0„ 15⁰ 3 9„„„ 2,5 16,60 3 5 5.„ 2,2„
Die Temperaturkorrektion ist also hier sehr beträchtlich. Wenn man annimmt, dass die Aenderung des Luftdrucks in arithmetischer Reihe proportional der Temperaturdifferenz steigt, so gibt die graphische Darstellung in Fig. 1 ein Bild dieser Korrektion, von der aber zunächst abgesehen wurde.


