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Schüler Herrn Emil Epſtein: ein Kolibri in Spiritus. Von Herrn Blum: Zwei präparierte Krytogramen auf Cartons.. Allen Spendern ſagen wir im Namen der Schule verbindlichſten Dank.
IV. Stiftungen und Unterſtützungen von Schülern.
1) Die David und Emanuel Hächberg'ſche Stiftung gewährte das Schulgeld für 18 Zöglinge unſerer Schule. Wir erwähnen dankbar, daß Frau Bingo geb. Goldſchmidt aus Anlaß der Verheiratung ihrer Tochter Johanna der Stiftung ein Geſchenk von Mk. 20 überſandt hat. Die Verwaltung beſteht aus den Herren Albert Ochs, Vorſitzender, Felir Frank, Otto Höchberg, Julius Wertheimber und dem Unterzeichneten.
2. Die Louis Mayer Mlaas'ſche Stiftung gewährte im Schuljahr 1885/86 das Schulgeld: einem Schüler und zwei Schülerinnen unſerer Schule, zwei Schülern des hieſigen Gymnaſiums, einer Schülerin und einem Schüler der Schule der isr. Religionsgeſellſchaft, 21 Zöglingen der isr. Volksſchule, 34 Schülern und Schülerinnen ſtädtiſcher Bürgerſchulen, außerdem mehreren jungen Leuten zum Beſuch der Fortbildungsſchule, endlich erhielt auch ein Student der Philologie ein Stipendium.— Mitglieder der Verwaltung ſind die Herren: Hermann St. Goar, Wilhelm Feiſt, Felix Frank, Siegmund Una und der Unterzeichnete.
3. Die B. H. Goldſchmidt'ſche Stipendienſtiftung hatte in dem Studienjahre 1885/86, dem dreißigſten ihrer Wirkſamkeit, dreiundzwanzig Stipendiaten und zwar 18 Studenten und fünf Seminariſten. Von den erſteren ſtudierten 7 Medizin— und zwar 3 in Würzburg, je einer in Marburg, Bonn, München und Leipzig— 5 neuere Sprachen— und zwar 2 in Berlin, je einer in Heidelberg, Marburg, Straßburg— 2 Mathematik in Würzburg und München, einer Geſchichte in Berlin, 3 klaſſiſche Philo⸗ logie, 2 in Heidelberg, einer in Tübingen. Von den fünf Seminariſten gehörten 2 dem Lehrer⸗Seminar in Hannover, je einer den Seminarien zu Alzey, Kaiſerslautern und Ettlingen an. Von den Medizinern hat im Laufe des Jahres einer die Staatsprüfung beſtanden, zwei ſtehen in derſelben. Die günſtigen Zeug⸗ niſſe und Studienberichte der Stipendiaten und die perſönlichen Beziehungen, die wir zu einigen von ihnen haben, geben uns die Gewißheit, daß mit ihrer Förderung den Zwecken der Stiftung entſprochen wird.
Die Verwaltung beſteht aus den Herren: Albert Ochs(Vorſitzender), Joſeph Baer, Felix Frank, Adolph B. H. Goldſchmidt, Direktor Dr. Tycho Mommſen, Hirſch Weiller und dem Unterzeichneten. 1
4. Die Creizenach⸗Btiftung iſt eine unſerer Schule zugehörige, unter Aufſicht des Schulrats ſtehende Stiftung. Sie iſt 1. eine Wittwen⸗ und Waiſenkaſſe für die Hinterlaſſenen der dazu berechtigten. Mitglieder des Lehrer⸗Kollegiums; 2. eine Hilfskaſſe für ſämtliche an der Schule wirkende Lehrer und Lehrerinnen im Falle der Erkrankung oder bei körperlichen Leiden.
Dieſe Stiftung beſitzt in der B. H. Goldſchmidt⸗Stiftung(ſ. Programm vom Jahre 1874, S. 63) und in der Perez und Auguſte Sabel'ſchen Stiftung(ſ. Progr. des vorigen Jahres S. 58) Annexe, welche ihre Wirkſamkeit in der erwünſchteſten Weiſe unterſtützen.
Wir geben am Schluſſe dieſes Programms ein Verzeichnis der im Laufe des Jahres für dieſe Stiftungen eingegangenen Geſchenke, Vermächtniſſe und Gaben, und indem wir für dieſelben im Namen der Schule unſeren herzlichſten Dank ausſprechen, empfehlen wir die Förderung dieſer wohlthätigen Anſtalten den Freunden unſerer Schule auf das angelegentlichſte.


