b) Leſen: Ausdrucksvolles Leſen. Einführung in das tiefere Verſtändniß dramatiſcher Werke. Leſſing Nathan, Göthe Iphigenie, die Novelle. Schiller, Epigramme und einige didaktiſche Gedichte. 1 St. Dr. Löwe.
c) Stilübungen: Dispoſitionslehre mit mündlichen und ſchriftlichen Uebungen. Aufätze: 1) Ueber die Urſache der Unhöflichkeit. 2) Die Heimkehr des Soldaten aus dem Kriege. Eine Schil⸗ derung nach Schillers Piccolomini. 3) Brief, in welchem man einer Freundin für die gütige Auf⸗ nahme dankt, und ſie an die mit ihr fröhlich verlebten Stunden erinnert. 4) Beſchreibung eines Bildes. 5) Sage mir, mit wem du umgehſt, ich will dir ſagen, wer du biſt. 6) Charakterſchilderung des Ignatius Loyola. 7) Die Novelle v. Göthe. In verkürzter Darſtellung. 8) a. Es iſt kein Unglück ſo groß, es iſt ein Glück dabei.(Eine frei erfundene Erzählung). b) Eine Erzählung nach 6 gegebenen Worten. 9) Geld iſt ein guter Diener, aber ein böſer Herr. 10) Der aufrichtige und der Schwatzhafte. 11) Pompeji und Herkulanum; verſchüttet und wieder aufgefunden.(Nach Schiller). 12) Schilderung eines Theaterbrandes. 13) Heimkehr der Griechen. Ein nach Schiller's Siegesfeſt entworfenes Gemälde. Selbſtändige Nachcorrectur der Schülerinen wie in der 3. u. 2. Klaſſe. 2 St. Dr. Löwe.
d) Literaturgeſchichte: Ueberſichtliche Darſtellung der Literatur des 18. und 19. Jahr⸗ hunderts hauptſächlich biographiſch behandelt. Angabe des Inhalts der größeren Dichterwerke und Lec⸗ türe von Bruchſtücken aus den bedeutendſten Werken. Ueberſicht und Erklärung der verſchiedenen Dich⸗ tungsarten nebſt dem Nothwendigſten aus der Metrik. 2 St. Dr. Lehmann.
Rechnen. Erweiterung und Befeſtigung des auf den früheren Stufen Erlernten. Rabatt⸗, Ge⸗ winn⸗ und Verluſtrechnung. Maß⸗ und Gexichtsverhältniſſe. Anleitung zur häuslichen Buchführung. 2 St. Schönhof.
Geographie. Die phyſiſche und politiſche Geographie von Aſien und Amerika. 1 St. Sabel.
Geſchichte. Neuere Geſchichte, von der Reformation bis zur franzöſiſchen Revolution. Wieder⸗ holung der Geſchichte des Alterthums. 3 St. Baerwald.
Naturlehre. Das Wichtigſte aus der Lehre von der Electricität, vom Magnetismus und Gal⸗ vanismus. Die Geſetze wurden durch Verſuche erläutert und die vorgezeigten Apparate von den Schü⸗ lerinnen gezeichnet und kurze ſchriftliche Ausarbeitungen gefertigt. 2 St. Sabel.
Mathematiſche Geographie. Scheinbare tägliche Bewegung des Himmels; die Begriffe Kreis, Kugel, Achſe, Pole u. ſ. w. Sphären. Eigene(ſcheinbare) Bewegung der Sonne, Jahreszeiten. Kugelgeſtalt der Erde; Polhöhe; Zonen; geographiſche Länge und Breite. Unterſchiede der Zeit auf der Erde. Erdumſegelung, Gradmeſſung; Durchmeſſer der Erde. Entfernung und Größe des Mondes und der Sonne.— Das copernikaniſche Syſtem. Eigene Bewegung des Mondes. Phaſen deſſelben. Finſterniſſe. Die Planeten. Größenverhältniſſe im Sonnenſyſtem. Andeutungen über Kepler's und Newton’s Lehren. 1 St. Geiger.
Franzöſiſch. a) Grammatik: Syntax des Artikels: Gebrauch des Pronoms, Concordanz des Verbs mit dem Subſtantiv. Infinitiv. Conjunctionen. Plötz Lection 58 bis Ende. Schriftliche und mündliche Uebungen über dieſe Regeln. Compoſitionen und Dictate über ſchwierige Partieen der franz. Syntax. 4 St. Verſel.
b) Converſationsübungen und Lectüre. Lectüre aus Werſaint's Leſebuch. Bertrand et Raton par Scribe. Beſprechung und Erklärung des Geleſenen. 1 St. Dr. Lehmann.
Engliſch. Vollſtändige Einübung der unregelmäßigen Zeitwörter. Erweiterung der Grammatik nebſt den hauptſächlichen ſyntaktiſchen Regeln(Participialconſtruktion, Anwendung der Hilfszeitwörter, Gebrauch des Artikels, der Präpoſitionen u. ſ. w.) Ueberſetzung von Leſſing's Mina von Barnhelm. Mündliche und ſchriftliche Uebungen.(Plate. 2. Curſus). Dictate und Converſationsübungen. Lectüre in Gantter's Chreſtomathie, 1. Curſus. Im Winterſem. Washington Irving's Sketchbook. 4 St.
Dr. Lehmann.


