22
Verzeichnis der Lehrer im Schuljahre 1880/81.
1. Direktor Dr. Friedr. Eiselen(13 ½). Oberlehrer: 2. Dr. Georg Krebs(4 ½). 3. Andreas Lentz(24 ³¾). 4. Dr. Karl Fliedner(16). 5. Dr. Karl Isratl(8S). 6. Dr. Heinrich Nabert(12). 7. Dr. Karl Rehorn(11 ½). Ordentliche Lehrer: 8. Dr. Hermann Maué(7). 9. Dr. Rudolf Neumann(7 ½). 10. Gustav Thévenot(13 ¾). 11. Dr. Karl Zeidler(6). 12. Dr. Luigi Forte (3 ½). 13. Dr. Franz Höfler(5 ½). 14. Dr. Ferd. Rosenberger(3 ½). 15. Dr. Josef Wulff(2). 16. Dr. Paùl Bode(1). 17. Hermann Kahle(1). 18. Karl Paul(31 ¼). 19. PFriedrich Reiff (35 ½). 20. Otto Vorländer, Zeichenlehrer(2). 21. Julius Bautz I.(10 ¾). 22. Otto Bautz II. (7). 23. Wilhelm Huber(8). 24. Jakob Kappes(8). 25. Georg Kugele(17 ³¾2). 26. Karl Sopp(7 ½). Hilfslehrer: 27. Kaplan Eisel, katholischer Religionslehrer. 28. Adolf Müller.— Ihr Probejahr machten an der Anstalt: 1. Dr. August Fleck. 2. Rudolf Schreiber, der zugleich Herrn Reiff im Winter in S Stunden vertrat und auch für Herrn Bautz II. längere Zeit aushalf.
Anmerkung. Die eingeklammerten Zahlen bezeichnen die Dienstzeit als ordentlicher Lehrer an der Musterschule.
C. Ubersicht über den erteilten Unterricht.
Indem im allgemeinen auf den in der Einladungsschrift von 1878 mitgeteilten Normal- plan verwiesen wird, der auch in diesem Schuljahre maßgebend war, wird im folgenden nur das in Prima erledigte Pensum mitgeteilt, da hier der Kursus zweijährig ist.
Evangelische Religion(2 St. w.). Sommer: Kirchengeschichte. Das Reformationszeitalter. Confessio Augustana.— Winter: Kirchengeschichte. Abschnitte aus der Zeit nach dem westfälischen Frieden.— Lektüre des Briefes an die Römer. Rehorn.
Katholische Religion(1 St. w.). Kirchengeschichte von der Gründung der Kirche bis zur Zeit der Reformation.— 1 St. combiniert mit den Klassen von Obertertia aufwärts. Lehre von den Geboten und Gnadenmitteln. Wiederholung der Glaubenslehre Eisel.
Deutsch(3 St. w.). Schiller und Goethe. Aus den lyrischen Dichtungen Goethes kamen namentlich solche zur Lektüre und Besprechung, welche auch für sein Leben und seine Entwickelung von Bedeutung sind, von denjenigen Schillers, die sich auf das Verhältnis von Ideal und Leben beziehen, ferner die Künstler. Der Begriff des Schönen nach Schillers Briefwechsel mit Körner. Gelesen wurde Goethes Iphigenie, aus welchem Stücke auch die Monologe gelernt wurden, ferner Schillers Aufsätze über das Vergnügen an tragischen Gegenständen und über das Tragische. Näher eingegangen wurde auf das Wesen des Drama's(Aristoteles, Lessing, Schiller, Freitag: Technik des Drama's). Dabei wurden einschlagende psychologische Begriffe entwickelt. 10 Aufsätze. Vorträge. Eiselen..
Latein IA(3 St. w.). Lektüre: Cicero, Orationes in Catilinam.— Livii hist. lib. XXII, 1— 40. Vergilii Aeneis II.— Übersetzungen aus dem Deutschen. Lentz.— I B.(3 St. w.) Sommer: Vergilii Aeneis IV. Winter: Livii hist. lib. XXI. Übersetzungen. w. o. Fliedner.


