Anmerkungen zum erſten Abſchnitt. 169
Dr. J. m. Joſt, Srankfurt a. M. 1855. Unſere Darſtellung beruht weſentlich auf den eigenhändigen Berichten Heß' an den Schulrat, den Konferenz⸗ und Schulratsprotokollen und der oft angeführten Schrift von Heß„Die Bürger⸗ und Realſchule“, 1857.
Zu Seite 97. Joſt und Hunz haben ihrem Lehrer, dem erſten Inſpektor der Samſon⸗ ſchule in wolfenbüttel, S. M. Ehrenberg(geb. 16. Oktober 1773) bis zu ihrem Lebensende die herzlichſte Dankbarkeit bewahrt. Joſt ſchreibt in ſeiner oben angeführten Selbſtbiographie Seite 155:„Ich gedenke noch mit lebhafter Sreude des mächtigen Eindruckes, den die erſte Er⸗ ſcheinung dieſes Mannes(den ich bis heute in dem Zeitraum von 46 Jahren als meinen Lehrer verehrte und meinen treueſten Sreund nennen darf) im Winter 1806 auf mich machte“, und Sunz(geb. 10. Auguſt 1794 in Detmold, geſt. 17. März 1886 in Berlin) ſchrieb in ſein Cagebuch:„Im Sebruar 1804 ſehe ich zuerſt S. M. Ehrenberg, als er in unſere Schulſtube ein⸗ trat. 1805 las ich das erſte deutſche Buch(Philadelphia). Dienſtag, 31. März 1807 trifft Ehrenberg in Wolfenbüttel ein. April 1807 Unterricht in Religion, Sranzöſiſch, Geſchichte, Geographie, Ubungen im UÜberſetzen ins Deutſche.“ Aus dem von Zunz eigenhändig ge⸗ ſchriebenen„Das Buch Zunz“, ein Manuſript, welches durch die Gute des Vorſitzenden der Sunz⸗Stiftung zu Berlin, meines Sreundes, des Sanitätsrats Dr. S. Neumann in Berlin, mir fuͤr einige Zeit zur Benutzung hieher geſandt wurde. Sunz hat ſeinen Lehrer und ſich ſelbſt geehrt durch die als Manuſkript 1884 in Braunſchweig bei Gebr. Meyer gedruckte Biographie „Samuel Meyer Ehrenberg, Inſpektor der Samſonſchen Sreiſchule in Wolfenbüttel, ein Denk⸗ mal für Angehörige und Sreunde“. Durch Joſt beſteht eine Beziehung unſerer Schule zur Samſonſchule in Wolfenbüttel. Dieſe Beziehung iſt erneuert worden durch die Berufung des ehemaligen Lehrers an unſerer Schule, Cudwig Tachau, zum Direktor der Samſonſchule, die er zu neuer Blüte gebracht hat.
Su Seite 99. Bechhold. Ein Urenkel dieſes gewiſſenhaften Rechenlehrers, des trefflichen Bechhold, hat heute den Lehrſtuhl inne, den einſt Gauß geziert hat.
Zu Seite 113. Dr. W. Sachs, geb. 3. September 1808 in Glogau, geſt. 31. Januar 1864 als Rabbinatsaſſeſſor und Prediger in Berlin, gleich hervorragend als Gelehrter und Kanzel⸗ redner, eine der edelſten Erſcheinungen im Judentum des 19. Jahrhunderts. Graetz, Seſchichte der Juden XI, 2. Aufl., S. 522 ff.— Dr. D. Roſin, geb. im Juni 1823 in Roſenberg(Schleſien), geſt. 31. Dezember 1894 als Dozent an dem jüdiſch⸗theologiſchen Seminar in Breslau, ein durch ſeltene Berufstreue, Gelehrſamkeit und perſönliche Würde ausgezeichneter Lehrer.


