Aufsatz 
Geschichte der Realschule der israelitischen Gemeinde (Philanthropin) zu Frankfurt am Main 1804-1904. Von Direktor a.D. Dr. Hermann Baerwald und Dir. Salo Adler
Entstehung
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44 Sinanzielles.

5. Finanzielles.

Der Sürſt Primas gewährte bald nach ſeinem Regierungsantritt, wie ſchon erwähnt, im November 1806, dem Vorſtande der iſraelitiſchen Gemeinde für jüdiſche Schulen ein Geſchenk von 200 Dukaten in Gold, wovon dem philanthropin fl. 666.40 überwieſen wurden. Sür die Jahre 1807 bis einſchließlich 1810 zahlte der Sürſt eine Beiſteuer von je 1000 fl. an die Schule. Dies iſt der einzige Beitrag, den die Schule ſeitens der Behorden erhielt, mit allen übrigen Bedurfniſſen war ſie auf die Beiträge der Subſkribenten und Geſchenke ange⸗ wieſen. Der gewöhnliche Beitrag war 24 kr. monatlich. Die Subſſtribenten waren zum weitaus größten Teile Mitglieder der hieſigen jüdiſchen Gemeinde.*) Zu den bieſigen traten aber auch auswärtige Subſſribenten und Spender hinzu.**) Unter den hieſigen Spendern iſt beſonders die Sirma Gebr. Bethmann mit einem von 1807 bis einſchließlich 1812 geleiſteten Jahresbeitrag von je fl. 100 zu erwähnen, unter den auswärtigen der Sürſtlich pPrimatiſche Kommerzienrat Meyer Kaula in Hanau mit einem von 1807 bis 1810 gezahlten Jahresbeitrag von je 25 fl. Die Geſamteinnahmen aus der Subſſtription betrugen zuſammen für die 3 Jahre 1804 1806 fl. 3556.38, für die 3 Jahre 1807 1809 fl. 4616.35, für die Jahre 1810 1812 fl. 4253.08. Die Geſamtausgaben, durch Subſſriptionsgelder, Schenkungen, eingehendes Schulgeld, in den erſten Jahren aber teilweiſe auch durch Vorſchüſſe der Vorſteher gedeckt, betrugen ebenſo für je 3 Jahre zuſammen⸗ gerechnet: 1804 1806 fl. 5,738.23, 1807 1809 fl. 12,920.44, 1810 1812 fl. 25,405.40.

Im Archiv der Schule befinden ſich folgende auf die Kaſſenführung des Philanthropins bezügliche Bücher:

1. a) Ein Heft, enthaltend ein tabellariſches Verzeichnis der Subſſribenten des Jahres 1804 und der von ihnen eingegangenen Beträge.

b) Ein Soliant, 47 cm hoch und 37 em breit, auf 120 Seiten ein ver⸗ zeichnis der Subſkribenten und der von ihnen eingegangenen Beträge für die Jahre 1805 1812 enthaltend.

Einnahmebuch des jüdiſchen Philanthropins. Ausgabebuch des jüdiſchen Philanthropins. Konto⸗Korrentbuch des Gegenſchreibers des jüdiſchen Philanthropins.

Die bis jetzt aufgezählten Bücher ſind ſämtlich von Geiſenheimer eigen⸗ händig geführt.

5. Kaſſabuch des jüdiſchen Philanthropins.

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*) Der erſte Subſſtribent iſt Salomon Meyer Rothſchild, der zweite Geiſenheimer, dann folgen Mitglieder der Samilien Rothſchild, Weiler, Jakob S. H. Stern, Goldſchmidt u. dgl. Die eigenhändige Einzeichnungsliſte der Subſſribenten iſt noch erhalten.

**) Solche finden wir aus Amſterdam(Reiß), Arnheim, Aſchaffenburg, Bayreuth(Kirſch), Berlin(Königsberger und Wedel), Bonn, Caſſel, Darmſtadt, Düſſeldorf(S. Heine), Elberfeld, Suchſtadt(2), Hanau, Hechingen(Cevy), Heidelberg(Simmern), Hurbe bei Ulm, Karlsruhe (Haber), Cyon(Reiß), Mainz(Reinach), München, Uymwegen, Pforzheim(Hochſtädter), Prag, Rödelheim, Simmern, Warendorf, weilburg, weſel, Wetzlar, Wien, würzburg, Zabern.