Aufsatz 
Geschichte der Realschule der israelitischen Gemeinde (Philanthropin) zu Frankfurt am Main 1804-1904. Von Direktor a.D. Dr. Hermann Baerwald und Dir. Salo Adler
Entstehung
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Die Schüler des jüdiſchen Philanthropins. 43

Kolonien), 1 Aſtronom(in paris), 2 Doktoren der philoſophie(einer davon Mathematiker) gingen aus dem jüdiſchen Philanthropin hervor.

Unter den Schülern befanden ſich auch die Begründer der Bankhäuſer B. H. Goldſchmidt, von Erlanger& Sohne, Stern in London und Paris, der früheren hieſigen Bankfirma Grünebaum& Ballin, der Capiſſeriewarenfabriß Gebr. Maas, der Verlagsbuchhandlung Rütten& Löning und der Buchhandlung Jſaak St. Goar, der Konfektionsfirma Albert Sranck und der Bettfedernhandlung Samuel B. Schames, und mehrere Großkaufleute, ſo Jacques Reiß, Moritz Ritter von Goldſchmidt, Wertheimber in Wien.

Wohltätigkeitsſtiftungen begründeten Jakob Epſtein, Dr. LCeopold Odrell (früher Oppenheimer) und B.. Goldſchmidt.

4. Album der Schule.

Im Schularchiv befinden ſich:

A. 2 Bände enthaltend: Tabellariſches Verzeichnis der Zöglinge des jüdiſchen Philanthropins, je 1 Band für Knaben und Mädchen, von Geiſenheimer mit der größten Sorgfalt niedergeſchrieben. Das Verzeichnis enthält folgende Rubriken: 1. Namen der Kinder, 2. Geburtsort, 3. Geburts⸗ epoche, 4. Namen der Eltern oder Vormünder, 5. Zahlt oder Srei, ſodann 6.11. ſechs Rubriken betreffend die Seit der Verſetzung in die verſchiedenen Klaſſen, 12. Austrittsepoche nebſt ſonſtigen Bemerkungen.

B. 2 Bände, je einer für die Knaben⸗ und Mädchenſchule, enthaltend die im Auguſt 1868 in der Schule befindlichen und die ſeitdem aufge⸗ nommenen Schüler und Schülerinnen mit den Rubriken: Nummer, Samilienname und Vorname, Geburtsort und ⸗Cag, Religion, Name, Stand und Wohnort der Eltern oder Vormünder, Srühere Vorbereitung, Datum des Eintritts, Eintrittsklaſſe, Datum des Austritts, Austritts⸗ klaſſe, Künftiger Beruf, Bemerkungen.

C. Sür die Seit von 1813 bis 1868 fehlte eine tabellariſche Suſammen⸗ ſtellung. Vorhanden aber waren eine ziemlich vollſtändige Serie der Schulgeldliſten, die Schulrechnungen, Aufnahmeſcheine, von Oberlehrer Heß ſeit 1817 geführte Klaſſenverzeichniſſe(nicht lückenlos und ſchwer zu verwerten), und ein ſeit 1855 von dem Direktor Dr. Stern und nach ſeinem Tode von dem ſtellvertretenden Direktor Dr. Jakob Auerbach geführtes Aufnahmeregiſter, Knaben und Mädchen gemeinſam enthaltend. Aus dieſem Material hat der Erzieher an der Slersheimſchen Stiftung dahier, Herr Nathan Hecht, mit großer Sorgfalt ein vollſtändiges Schülerverzeichnis für die Heit von 1813 bis 1868 aufgeſtellt, welches nur für die Jahre 1814 bis 1817 wegen zu dürftiger Grundlagen wenige Lücken haben mag.