Aufsatz 
Geschichte der Realschule der israelitischen Gemeinde (Philanthropin) zu Frankfurt am Main 1804-1904. Von Direktor a.D. Dr. Hermann Baerwald und Dir. Salo Adler
Entstehung
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42 Die Schüler des jüdiſchen Philanthropins.

Perſonalkenntniſſe in betreff der jüdiſchen Gemeinde beſaß, mit der Bitte um Auskunft über die einzelnen Schüler gegeben. Er hat auf 14 Solioſeiten ſeine Bemerkungen niedergeſchrieben, die unſerem Archiv angehören.

Über das Verhältnis der armen zu den zahlenden unter den aufgenom⸗ menen Schülern gibt folgende Cabelle Aufſchluß:

Knaben: Aufgenommen Hahlend Srei 1804 2 7 1805 5 3 1806 5 1 1807 13 9 1808 11 10 1809 12 4 1810 31 1 1811 48 4 1812 43 4

In die Mädchenſchule traten 1810 64 zahlende und 3 Sreiſchulerinnen, 1811 18 zahlende und 5 Sreiſchülerinnen, 1812 24 zahlende Schülerinnen ein.

Urſprünglich war ja die Anſtalt für Arme beſtimmt. Indeſſen mußte man ſich bei deren Aufnahme natürlich nach den verfügbaren Mitteln richten. So verminderte ſich die Hahl der Sreiſchüler, die 1804 7 betrug, in den beiden folgenden Jahren auf 3 und 1; dagegen hob ſie ſich durch den Beitrag des Landesfürſten und die wachſende Zahl der zahlenden Schüler in den beiden folgenden Jahren auf 9 und 10 Sreiſchüler; bei den wachſenden Ausgaben ſankt ſie von 1809 an, ſo daß im ganzen während des Beſtandes des Philanthropins 43 arme Zöglinge aufgenommen wurden. Hicht von allen läßt ſich ermitteln, was aus ihnen geworden iſt. 4 wurden Kandwerker(je einer Bäcker, Bender (Küfer], Schneider und Schreiner). Einer wurde ſpäter Schreiblehrer und einer Hilfslehrer, beide am Philanthropin. Mehrere ſind Begründer hier noch in gutem Anſehen ſtehender Handelsfirmen. Einer hat eine hier unter ſeinem und ſeiner Srau Hamen beſtehende anſehnliche Wohltätigkeitsſtiftung, die Joſeph und Clara Trierſche Stiftung, gegründet. Endlich iſt der am 10. Januar 1803 zu Schönewald bei Berlin geborene und am 25. Auguſt 1878 zu Paris geſtorbene Jacques Lauterbach, genannt Schönewald, zu nennen, der Be⸗ gründer der ſeinen ſlamen tragenden Stiftung, durch welche 2 oder mehreren armen Schülern des Philanthropins die Mittel zur Verpflegung und Ausbildung geboten werden(ſ. Programm von 1879, S. 33 f; Programm von 1888, S. 23ff; ſeit 1888 wird dieſe Stiftung in allen programmen der Schule aufgeführt).

vVon den zahlenden Schülern des philanthropins wurden, ſoviel wir in Erfahrung bringen konnten, 8 Handwerker(2 Goldarbeiter und je 1 Konditor, Lithograph, Metzger, Schneider, Capezierer, Uhrmacher). Einer wurde Nuuſiker und einer Architekt. 3 Juriſten und 5 Arzte(darunter 3 in den holländiſchen