Aufsatz 
Geschichte der Realschule der israelitischen Gemeinde (Philanthropin) zu Frankfurt am Main 1804-1904. Von Direktor a.D. Dr. Hermann Baerwald und Dir. Salo Adler
Entstehung
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Die Lehrer des jüdiſchen Philanthropins. 41

ſchiedenen Hweigen des Elementarunterrichts eine langjährige, erſprießliche Wirk⸗ ſamkeit entfalteten.

An der Mädchenſchule wirkte als Lehrerin für franzöſiſche und deutſche Sprache Srl. Hannchen Sleſch ſeit der Eröffnung im Januar 1810 bis Mitte 1813; Srl. Jenny Slersheim erteilte von Januar 1810 ab Rechenunterricht; im Sommer 1813 lehrte auch Srau Heß franzoſiſche Sprache. In den Handarbeitsunterricht teilten ſich die bereits genannten Damen mit der ſeit Auguſt 1810 bis Ende 1813 als Handarbeitslehrerin beſchäftigten Mme. Carbré.

3. Die Schüler des jüdiſchen Philanthropins.

Von der Gründung des jüdiſchen Philanthropins bis heute haben unſerer Schule im ganzen rund 5200 Knaben und 3100 Mädchen angehört. Der älteſte, zur Heit, da dieſes niedergeſchrieben wird, unter uns weilende ehemalige Schüler unſerer Schule, der ehem. Rechtsanwalt Dr. Simon Maas, geboren 1. Mai 1811, iſt im Jahre 1817 in die Schule eingetreten, alſo erſt nach der Umwandlung in die Bürger⸗ und Realſchule. Von den 217(oder 216) Schülern, welche von Januar 1804 bis Auguſt 1813 das jüdiſche Philanthropin beſuchten, iſt keiner mehr am Leben. Die Mädchenſchule beſuchten von Januar 1810 bis Auguſt 1813 123 Schülerinnen.

Die Srequenz in den einzelnen Jahren zeigt folgende Aufſtellung:

Knaben: Jahr Eingetreten Ausgetreten Am Schluß 1804 9 1 8 1805 8 16 1806 6 5 17 1807 22 6 33 1808 21 8 46 1809 16 2 60 1810 32 10 82 1811 52 15 119 1812 47 13 153

Mädchen: 1810 67. 6 61 1811 23 10 74 1812 24 2 96

Das von Geiſenheimer eigenhändig niedergeſchriebene Verzeichnis der Knabenſchule des Philanthropins habe ich im Juli 1885 dem damaligen Sekretär der hieſigen iſraelitiſchen Gemeinde Herrn Elias Ullmann, der die umfaſſendſten