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F. Skipendien und Anterſtützungen.
Abgeſehen von 2 Lehrerſöhnen und 5 dritten Brüdern wurde 24 dürftigen und würdigen Schülern das Schulgeld ganz oder teilweiſe erlaſſen, wozu die Verwaltungskommiſſion bis zu einem Zehntel der Solleinnahme Ermächtigung hat.
Das Staatsſtipendium(129 M.) wurde an den Oberſekundaner Auth und die Obertertianer Lecher und Schüler zu reſp. 45 und 42 M. vergeben; das Wehner'’'ſche Stipendium(M. 41,15) er⸗ hielt der Unterſekundaner Sack, das Haberſack'ſche(42 M.) der Unterſekundaner Golbach; von dem Ertrage des Och ſchen Stipendiums(165 M.) wurden die Primaner Fink und Sauer, ſowie der Quin⸗ taner Hirſchfelder mit je 35 Mark, die Tertianer Zimmer und Leiſter mit je 30 Mark bedacht; das Moſer'ſche Stipendium(24 M.) wurde dem Quintaner Auth, das Schmitt'’ſche(M. 68,57) auf Präſentation der Stifterin, Frau Obergerichtsrat Schmitt, dem Quartaner Heinr. Schulze, einem nahen Verwandten, verliehen.
Die von dem Comité der ſog. Wohlthäterſtiftung, welches zur Zeit aus den Herren Hofapo⸗ theker Rullmann, Stadtpfarrer Kalb und Rentmeiſter Kriſch beſteht, zum Beſten dürftiger und wür⸗ diger Schüler des hieſ. Gymnaſiums auch im verfloſſenen Jahre veranſtaltete Sammlung ergab einen Ertrag von 324 M. Es konnte der Betrag von 325 M. zur Unterſtützung von ſieben Schülern ver⸗ wendet werden. Einer erhielt 75 M., zwei je 50, je 45 und je 30 M. Nebſt den Zinſen der Aktiv⸗ Ausſtände beläuft ſich der Kapitalfonds gegenwärtig auf 4320 M. 53 Pf., wovon 3900 M. in Obli⸗ gationen des vormals Kurheſſ. Staatsanlehens vom Jahre 1863 zu 4 Prozent, der Reſt bei der ſtädt. Sparkaſſe zu 3 ½ Prozent angelegt ſind— Indem ich im Namen unſerer Lehranſtalt der angenehmen Pflicht des Dankes mich entledige, den ich zunächſt jenen verehrten Herren bezeuge, welche die Sorge für Erhaltung und Ausbau des ſchönen Denkmals edler Nächſtenliebe ſich angelegen ſein laſſen, ſodann aber auch allen denjenigen ausſpreche, welche zu der Wohlthäterſtiftung in dieſem Jahre beigeſteuert und ſich als Gönner und Freunde des ſchönen Werkes bewährt haben, empfehle ich dem ferneren Wohlwollen die ſegensreiche Stiftung, welche auch weiterhin wachſen und gedeihen und noch in ſpäten Zeiten Gutes ſtiften und für den Wohlthätigkeitsſinn der Bewohner Fuldas ein rühmliches Zeugnis ablegen möge!
Oeffentliche Prüfung. Dienſtag, den 4. April.
Sexta 8—9 Uhr. Religion: Bork.— Rechnen: Rathmann. Quinta 9—10 Uhr. Franzöſiſch: Iber.— Geographie: Rathmann. Quarta 10—11 Uhr. Griechiſch: Jung.— Naturkunde: Gundlach. Untertertia 11—12 Uhr. Latein: Iber.— Franzöſiſch: Dr. Bölke. Obertertia 2— Uhr. Homer: Wiskemann.— Mathematik: Gundlach. Sekunda 3—4 Uhr. Virgil: Dr. Zilch.— Geſchichte: Gegenbaur.
Mittwochen, den 5. April. Sekunda 9—10 Uhr. Religion: Breitung.— Griechiſch: Dr. Koerber. Prima 10—11 Uhr. Mathemat. Geographie: Prof. Dr. Gies.— Deutſch: Der Direktor.


