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2. Latein. Aufſatz: A. a) Quae causae fuerint belli Punici secundi.— b) De Leonidae in Thermopylis morte gloriosa.— B. a) De Periclis in Atheniensium rem publicam meritis.— b) De bello a Pyrrho contra Romanos gesto.
3. Latein. Extemporale: A. Diktat nach Klaucke, Aufg. zum Ueberſ. ꝛc. S. 135.— B. a) Desgl. nach Süpfle, II Nr. 315.— b) Desgl. nach Klaucke, Aufg. zum Ueberſ. ꝛc. 8, IV.
4. Griech. Skriptum: Je ein von dem Fachlehrer bearbeitetes bezw. entworfenes Diktat. Letzteres lautete:
Kriton verſuchte auf alle Weiſe den Socrates zu überreden, er möge ſich durch die Flucht aus dem Kerker retten. Denn wenn er es nicht thue, ſo werde er(Kr.) nicht nur den beſten Freund verlieren, ſondern auch den ſchmählichſten Ruf ſich zuziehen, da er das Geld höher zu ſchätzen ſcheine als den Freund.„Denn ſicherlich“, ſagte er, „wird die Menge nicht glauben, daß du ſelbſt nicht habeſt entfliehen wollen“. Da aber Socrates erwiderte, um die Meinung der Menge müſſe man ſich nicht kümmern, wendet Kriton nunmehr andere Gründe an, um den Socrates zu bewegen. Und zunächſt verſuchte er ſeine Beſorgnis zu beſeitigen(zerſtreuen). Weder ſei zu fürchten, die Freunde möchten, wenn Socrates von hier weggehe, in Gefahr kommen oder Schaden erleiden; denn abgeſehen davon, daß es recht ſei, daß Freunde einander helfen, ſo ſeien einerſeits die Sykophanten ſehr feil(söekby), ſo daß nicht einmal viel Geld erforderlich ſei, und anderſeits wären die Freunde bereit das Geld aufzuwenden; noch auch habe er für ſich ſelbſt zu fürchten, er möchte nach der Flucht nicht wiſſen, wohin er ſich wenden ſolle; denn wohin er auch komme, überall werde er freundlich aufgenommen werden(271⁴). Endlich aber verſucht er zu zeigen, Socrates werde unrecht handeln gegen ſich ſelbſt, gegen ſeine Söhne und gegen die Freunde, wenn er trotz der Möglichkeit ſich zu retten nicht entfliehen wolle.— Aber Socrates beweiſt(.41700), daß alles dieſes ſich umgekehrt verhalte, und zeigt auch, er würde, wenn er gegen den Willen der Athener ſich entferne, nicht bloß dem Vaterlande Unrecht zufügen, ſondern auch das Verſprechen nicht halten(Eu evety), das er dem Staate gegeben. Und er ſprach ſo überzeugend, daß Kriton nichts zu erwidern wußte und nunmehr aufhörte ihn zu bitten, er ſolle die Flucht ergreifen.
5. Franzöſ. Exercitium: Ein vom Lehrer bearbeitetes Diktat.
6. Hebräiſch: A. Die Stelle I. Regum 21, 16—20 wortgetreu zu überſetzen und grammatiſch zu erklären.—
7. Mathemat. Aufgaben: Aa. 1) Wie viel Kubikmeter Steine ſind anzuſchaffen, um einen rechtwinkeligen Garten mit Mauern zu umgeben, wenn der Garten eine Fläche von 4,68a hat und eine Ecke von der gegenüberſtehenden um 40 m entfernt iſt, die Höhe der Mauer 1,5 m, ihre Dicke 0,4 m betragen ſoll? 2) Ueber einer gegebenen geraden Linie als Grundlinie ein regelmäßiges Achteck zu kon⸗ ſtruieren und eine Formel für den Inhalt desſelben zu ſuchen. 3) Von einem Dreieck kennt man einen Winkel(4= 40⁰48˙50*), die von ſeinem Scheitel ausgehende Höhe(h= 39,512) und die Winkelhal⸗ bierende(w= 40,367); man ſoll die übrigen Winkel und eine Seite desſelben berechnen. 4) Ein gerader Cylinder und ein gerader Kegel ſind konzentriſch und haben gleiche Höhe; in welcher Höhe muß der Mantel des Cylinders den des Kegels durchſchneiden, wenn beide Körper gleichen Inhalt haben?— Ab. 1)= Aa. 1).— 2) Ein Kreis⸗ oder Sehnenviereck zu zeichnen, wovon man die Summe zweier an⸗ ſtoßenden Seiten, den von ihnen eingeſchloſſenen Winkel und die Diagonalen kennt. 3) Von einem Dreieck kennt man eine Seite(a= 0,73 844), die Summe der beiden anderen(b-c= 0,9397) und den von ihnen eingeſchloſſenen Winkel(4= 103⁰232“); man ſoll die übrigen Seiten und Winkel berechnen. 4)= Aa. 4)— Ba. 1) Ein trapezförmiger Garten, deſſen parallele Seiten a= 50 und b= 40 ſind, ſoll durch eine zu dieſen Seiten parallele Gerade in 2 Teile geteilt werden, ſo daß der an der Seite a anliegende zu dem anderen ſich wie 3:2 verhalten ſoll; welchen Abſtand muß dieſe Linie von der Seite a haben, wenn die Höhe des Trapezes= 40 m iſt? 2) Ein Dreieck zu zeichnen, von


