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Verständigung über die beiden ersten Grundsätze(VI—VIII) erfolgt ist, wird als Kernpunkt bezeichnet xsον dixxοιο... 7, 05 dxatov, und diese Frage wird sodann zunächst für sich allein ausführlich in Form eines Sy Ilogis mus beantwortet(X— XIV).
6.„Daraus ergiebt sich“ nicht, wie Meiser(Jahrbb. 1874 S. 42) sagt, als dritter Grund- satz und aρ— T 9760α das sittliche Prinzip:„Man darf schlechterdings in keinem Falle adoiαsn und 2Qχ,0 0mð⁶⁸εεν, sondern daraus ergiebt sich nur, dass die Entscheidung der ganzen Frage wesentlich nur davon abhängt, ob die projektierte Flucht zatον sei oder dοενυον
7. Auch dieser Grundsatz erscheint nicht, wie Meiser und ebenso Schmidt annimmt, als Fol- gerung aus dem vorhergehenden, sondern tritt selbständig neben den andern(vrgl. p. 49 E und 50 A), wie die ganze Beweisführung zeigt.— Die Gesetze behaupten nicht, wie Schmidt meint:„Du begehst, wenn du von hier entfliehst, ein Unrecht a) gegen uns, deine persönlichen Wohlthäter, b) gegen den Vertrag(?!), den du mit uns eingegangen bist“(S. 161— 162). Auch hat es ja nur Sinn zu sagen: Du begehst ein Unrecht gegen uns, die Gesetze und den Staat, indem du den Vertrag brichst, den du mit uns eingegangen.
8. Dieser Punkt ist im Munde der Gesetze eigentlich eine Amplifikatio und geht über das, was zunächst zu beweisen war, nämlich dιvsc 8ye,ds... A⁴οιασGνοοο„ 77 c5;(cap. XI init.) hinaus. Aber es knüpft sich ganz natürlich an den Nachweis, dass Socrates dreifach unrecht handeln würde gegen die Gesetze und den Staat, die weitere Ausführung, dass er auch— ganz im Gegenteile wie Kriton behauptet hat(IV und V)— unrecht handeln würde gegen sich selbst und gegen die Freunde.
9. Hier zeigt sich m. E., warum Cap. X zwischen aotzety und zνααχl v unterschieden wird. Gegenüber dem Staate und den Gesetzen liegt nämlich ein aorxet vor, weil eine klare und offenbare Pflichtverletzung stattfindet, gegen die Freunde und sich selbst aber nur ein aοο‿ev. Wäh- rend Kriton der Meinung ist, Socrates würde gegen sich und die Lieben gut handeln, wenn er aus dem Kerker entweiche, glaubt Socrates umgekehrt, er werde im Gegenteil sich und ihnen schaden. Ti ³ανφαα ν νu 7AOe1 005 7 rodc 1ITeo ode o;— lässt er cap. XV init. die Gesetze fragen. Aber es handelt sich hier nicht mehr um ein ethisches Prinzip, dessen Verletzung klar nachweisbar ist, sondern um praktische Gesichtspunkte, und die Sache ist an sich kontrovers, keineswegs gewiss und ausgemacht. Die Darlegung führt daher auch nicht zu einer wissenschaftlichen Veberzeugung, sondern nur zu einem mehr oder minder begründeten subjektiven Glauben. Deshalb auch die wiederholte Wendung okesdαι 7ε h(p. 53 D und 54 A— Mitte und Schluss des Kapitels XV).
Corrigenda: S. 8 Z. 20 lies Oolytze«, ibid. Z. 5 v. u.„ich bin zu beschuldigen“, S. 12 Z. 11 v. u. 69.


