Aufsatz 
Zu Platons Apologie und Kriton / Eduard Goebel
Entstehung
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mung(d. h. nicht ohne dass ich dich eines bessern belehrt, nur so dass ich dich von der Richtig-

keit meiner Ansicht überzeugt habe).“— Wollte man zugleich das in der guten Handschrift (Vindob. 6) ¹⁵) überlieferte&zovra aufnehmen, so wäre die Konstruktion noch einfacher und ur Axovra= etodsyroh der xsrstoεov. Aber notwendig ist diese Aenderung keineswegs(cfr.

Buttmann und Stallbaum), und es begreift sich eher, wie ein ursprüngliches Axovroc in irovra ver- ändert worden sei, als umgekehrt. Auch besteht ein kleiner Unterschied zwischen aνμα u Azovos, das mehr die Geltung eines vollständigen Nebensatzes hat, und&κ⁴ zovra, das nur Ergänzung des Objekts ist, und hier passt offenbar ersteres besser.

Vor allen Dingen aber ist jetzt das raöra ärren, klar und bestimmt in seiner Beziehung wie in seinem Sinne, und die gegen Hermanns Lesart oben angeregten Bedenken sind beseitigt. Der Satz begründet den unmittelbar voraufgehenden Gedanken, wie schon Buttmann wollte, im vollsten Einklange mit dem endgültigen Resultate am Schlusse der Beweisführung: Yoνε. 5, G« LEyOL, el ri Plet XSOv xouosty, Xe†s. Kp.—⁵.ν, TGxPatsc, obr I 6etv. Y*p. Ea roi“n, Kpiroy, zal ⁴εοενμνμκνν tae„, Sxs5 rabr.g 6 Sedc d“etrar.—

V. pag. 48 B. Kp. A7X.x h w rabra Hain T3 Ay, LGxparsc. YXoν. AXn Sretc., daοᷣos etc. Wenn Kriton auf den nicht ernst gemeinten und offenbar auf pag. 44 CD zurück- weisenden Einwurf, den Socrates sich selbst macht: ³υάα⁴α ½ 5⁷, patn †' ²y ric, loi 1' ioy Jac 0i oXXO Aronrtyvbvar die obige Antwort erteilt, so hat diese mit Recht Anstoss erregt.(cfr. Meiser Jahrbb. 1874 S. 40.)

Buttmann, Ullrich, Wohlrab etc. teilen die Worte να ⁴ xat rabra noch dem Socrates zu, so dass die Antwort des Kriton lautet ꝓatn Tà äy, VGrparsc. Das würde dem elliptischen Ge- brauche des 1ν, namentlich in Antworten(cfr. Kühner zu Xen. Mem. I, 4, 10), allerdings vor- trefflich entsprechen; aber dass Socrates die Worte ⁷να zb rabra gebrauchen sollte, um„Cri- tonis morem leviter perstringere“, will mir doch wenig passend erscheinen. Das grenzte m. E. mehr an verletzenden Spott und Hohn als an leise Ironie.

Müller(Progr. Rudolstadt 1862 S. 6) tilgt die ersten Worte gänzlich und teilt dafür aνν Xersic dem Kriton zu; Schanz endlich(Philol. 1869 S. 724) will nur ꝓain 7àp xy tilgen und eben- falls aνι eteic noch zu der Antwort des Kriton ziehen.—

Sollte aber nicht, um die ersten Worte(d*ναα ⁷⁴ zal rasra) nicht als müssig und überflüssig und zugleich die Antwort.ꝙι Xε†εια besser motiviert erscheinen zu lassen, lediglich anders zu interpungieren sein, so nämlich: d⁷.mlλχάα ⁴ aaν rabra, paifn 1f Av, LGnpates d. h.„das sieht man offenbar, könnte er ja allerdings sagen, auch an dem vorliegenden Falle, o Socrates“? Die Vulgata wiederholt, aber ohne handschriftliche Gewähr und Stütze, gHain ày ric.

Wenn geändert werden muss— und allerdings habe ich vergebens nach einem andern Bei- spiele gesucht, wo das elliptisch gebrauchte 1a zu dem eingeschalteten †ain&y gesetzt wäre,— so Würde ich vorziehen zu schreiben: An.a 7àνρ al radta, paln †“' Av, Lrpatsc. Denn an eine blosze Auflösung des 7aν in seine Bestandteile ν⁵(cfr. Münscher Jahrbb. 1865 S. 478),

*) Mit welchem Rechte Stallbaum“ sagt„Arοvra, quod ipsum video in codd. nonnullis exstare“, konnte ich nicht ermitteln; in der adnotatio critica führt auch er nur den Vindob. 6 an.