Aufsatz 
Zu Platons Apologie und Kriton / Eduard Goebel
Entstehung
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Ist dieses aber nicht zu leugnen und jeder kann sich aus dem thesaurus Graecae linguae überzeugen, so wird man von vornherein erwarten müssen, dass auch atriay bxe ενν nur von

schlimmen Dingen gesagt wird, d. h. dass Mria, nur die beiden ersten der oben angeführten Bedeutungen von triav /εν haben könne, nicht aber die andern. Und dasselbe ergiebt auch eine genauere Prüfung der wenigen Stellen, an denen der Ausdruck vorkommt. Diese sind auszer der vorliegenden, soviel bekannt, nur folgende:

1) Xenoph. Cyrop. VI, 3, 16 Aixatcy& zol bAc Axavrac, Aysc, rorOy(Sc. νν ˙Ʒ⁴οινσαασ ν) ri.A 6%p Aypa. Eal 13 do dsc re nes del alria, 5 43[⸗v,[ 8apbvsro. die auf ihm lastete(nam nostri commodi causa Araspas et periculo se obtulit et crimen sustinuit, in se suscepit, quo premebatur); cf. VI, 1, 36 ff.

2) Xenoph. Laced. resp. cap. IX, 5 setzt auseinander, welche Schande in Sparta den Feigen trifft, u. a. za* ⁵ι ozcWTeñà ö6de 6o? Abr,;(d. h. er muss etc.) xοε έν Aϑeαηοσα να‿ι tote vοεε Davderar6oy, zal ràc y SOO1Oac ar no, enrso, zat rabratc e avypiac airin 5 S TSOy, ſyatabeꝓ ksy-y 50tixay bOTSO, AAt Ih,h robroo Shiay Arotioreoy. Man mag an dieser vielumstrittenen Stelle interpretieren, wie man will, so viel ist klar, dass rĩπσαᷣ ϑναν ν ae alriay. 7 εy von etwas Schlimmem gesagt ist. Entweder hat avavègia die gewöhnliche Be- deutungignavia, oder es bedeutet an dieser Stellecaelibatus puellarum(cf. 4να ννρ̈ηοꝙορᷣQοο bei Soph. OR. 1506, Tr. 308). In letzterem Falle hiesze ννι aονς vavèglac alria, Ppsn eoy(Sc. 45 τ) unverheirateten Töchtern(und Schwestern?) gegenüber hat er die Schuld und Verantwor- tung zu tragen, dass sie keinen Mann bekommen, indem er sie in seinem Hause er- nähren muss; im ersteren heiszt es:er muss sich von diesen die Beschuldigung der Feig- heit gefallen lassen.*²) Die inhaltlich verwandte Stelle bei Plut. Ages. cap. 30, 3 05 H6vOv A 71 Asig OvaAt Ol TPGSAVTSX(= 14G₰ 1) X6⁴. A dodvai riyt obry ovtna kat NaA sy X06y Sariy etc. läszt über den Sinn der vorliegenden keinen Zweifel. Dieser ist offenbar und auf die gegensätzliche Alternative weist auch aev und àε hin, folgender:hat er unverheiratete Töchter, so bekommen diese seinetwegen keinen Mann; ist er selbst noch unverheiratet, so findet er keine Frau und muss obendrein noch die Strafe des caelebs zahlen; ob aber deswegen vavoia die sonst nicht nachweisliche BedeutungUnvermähltsein beiznlegen sei, möchte ich bezweifeln, da ja dieser Begriff schon in dem olzot rpspety enthalten ist.

3) Antiphon de caed. Herod.§ 67 7- ν μ◻1 ꝓνοοοοο πm⁷ εxαtat 7⁸α G, roPro Ly odc drο˙αgvrac roDro roc Aroxtsivayao 05- d9SJSyrac. O5aOb? Ay vaXde E,ot, 8! 1O5y 260 ràc Airiac dro7eiy 1ode 90778vOE?o«c i. e.Es wäre nicht recht, wenn hierfür(für das Ge- führt m. E. auf das alte, poetische dto zurück(Adj. verb. di- αςα und di- ⁴οςα, at-s und Al-4νοα) und ist wohl nicht zu trennen von al-tns(Hοalch-) Bettler, Forderer,einer der sich hören macht, woher alste fordern etc. Es wäre dann atria ursprünglichdie Ruchbarmachung, crimen, incriminatio ete. und atrtos=ruchbar gemacht, incrimi- niert, schuldig etc. Von derselben Wurzel, aber in bonam partem, kommt al-os, al-ve. E-Avos 2AN. Zu dieser Ableitung des Wortes würde auch ebensowohl der oben sub 1. und Anm. 7 erwühnte Gebrauch bei Herodot, wie der sub 4. zu erwähnende bei Plato vortrefflich passen.

9) Aehnlich wird gesagt dixnv bεᷣ/ ety Ttvi tvO⁵ z. B. Eur. Or. 1649: ³H de d., di Adraie 6e dX/v brGON dkArOs bnoONGvO EORsyiot piosats auch ohne den Genet. Eur. Hec. 1253. Plat. legg. p. 754 E, 921 A(20 10 d=c 5eke), Phaed. p. 99 A(x)7 x6 e.). 3