Silbentrennung. Die Wortlehre, Deklination, Komparation und Konjugation in den drei Hauptzeiten. Aufsatz: Leichte Beschreibungen. Tiere, Pflanzen, Schul- und Hausgeräte. Wiedergabe kleiner Lesestücke.
Rechnen. 4 St. Assmann. Schulrechenbuch von Gasser. Abt. a)! Die vier Spezies im Zahlenkreis bis 10 000 in reinen und angewandten Zahlen.— Münzen, Masse und Gewichte. Abt. b) Das Zehnersystem; Uebungen in den vier Grundrechnungsarten mit reinen und angewandten Zahlen im Zahlenkreis von 1— 100.
Schreiben. 2 St. Assmann. Uebungen in deutscher und lateinischer Schrift nach Vor- schrift auf die Klassentafel.
Heimatkunde. 1 St. Assmann. Erklärung geographischer Grundbegriffe. Der Wobnort. Die Windrose.— Der Kreis Limburg.— Entwurf eines Kartenbildes des Kreises Limburg.
Gesang und Turnspiel. 2 St. Assmann. Einstimmige Volksliedchen. Leichte Purn- sbiele nach dem Leitfaden für Turnunterricht.
Anmerkung. Vom Besuch des Religions-Unterrichtes war kein Schüler befreit. Die israelitischen
Schüler erhalten ihren Religions-UInterricht zusammen mit den Schülern der anderen hiesigen Schulen. Religions- lehrer Herr Blumenthal. Das Lokal stellt die Anstalt.
Mitteilungen über den technischen Unterricht.
a) Zeichnen. 10 St. Assmann.
Sekunda. Real. 2 St. a) Geometrisches Zeichnen. Projektive Darstellung einfacher geometrischer Körper in Grund- und Aufriss. Körpernetze. Einfache Schnitte. Isometr. Projektion. Elemente der geometrischen Schattenlehre. Elemente der Centralperspektive. b) Freihandzeichnen. Körpergruppen, Gefässe, Zeichnen nach lebenden Pflanzen, Gyps- ornamenten in schattierter Ausführung. Belehrungen über klass. Baustile und Ornamente.
Sekunda. Gymn. 2 St. fac. zusammen mit II Real. Sckunda Gymn. wie Sekunda Real, weil beide Abteilungen vereinigt Zeichenunterricht erhalten.
Tertia I. 2 St. a) Geom. Zeichnen. Uebungen im Gebrauche des Lineals, Zirkels und der Reissfeder.— Quadratnetze, Flachenmuster, Winkel- und Linienteilung. Bänder, Kreis, Kreisteile, Oval. Ellipse Spirale, Masswerke, architek. Glieder.— Kurze Belehrungen über die christlichen Baustile und Ornamentformen. b) Freihandzeichnen. Der Cylinder, der Kegel, die Kugel in verschiedenen Stellungen, leichte Gefässformen in schattierter Aus-— führung nach Modellen. Charakter des plastischen Ornaments.
Tertia II. 2 St. Vermittlung des Verständnisses der einfachsten geometrischen Körper, ihre perspcekt. Erscheinung und die wichtigsten Beleuchtungsverhältnisse. Aus freier Hand nach Modellen werden dargestellt: Der Würſel, die vierseitige Pyramide in verschiedenen Stellungen. Der verkürzte Kreis. Im Anschlusse hieran der Cylinder und Kegel in Um- rissen und in schattierter Ausführung. Belehrungen über Mischfarben.
Quarta. 2 St. Die krumme Linie. Der Kreis, die einfache Rosette, das Oval, die Ellipse, die Wellenlinie, die Spirale und Palmette aus freier Hand. Einfache krumme Ornamente. Blatt- und Blütenformen nach der Natur. Die wichtigsten Belehrungen über die Grundfarben.
Quinta. 2 St. Die wichtigsten geradlinigen Grundformen des Flachornaments in verschiedenen charakteristischen Stellungen aus freier Hand. Rechteck, Quadrat auf der Seite und Spitze, Achteck, Dreieck, Sechseck, geradlinige Bänder nach Vorzeichnung auf die Klassentafel und nach Wandtafeln von Gut bezw. Kolb.


